Wohnbauprojekt in Dinkelsbühl: Rollen am Brauereigelände bald die Bagger an? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.03.2025 07:00

Wohnbauprojekt in Dinkelsbühl: Rollen am Brauereigelände bald die Bagger an?

Insgesamt 87 sozial geförderte Wohnungen sollen auf dem Areal zwischen der B25-Ortsdurchfahrt und der Bechhofener Straße entstehen. (Foto: Markus Weinzierl)
Insgesamt 87 sozial geförderte Wohnungen sollen auf dem Areal zwischen der B25-Ortsdurchfahrt und der Bechhofener Straße entstehen. (Foto: Markus Weinzierl)
Insgesamt 87 sozial geförderte Wohnungen sollen auf dem Areal zwischen der B25-Ortsdurchfahrt und der Bechhofener Straße entstehen. (Foto: Markus Weinzierl)

Es ist bereits einige Zeit her, als die Abrissbagger auf dem ehemaligen Brauereigelände im spitzen Winkel zwischen der B25-Ortsdurchfahrt und der Bechhofener Straße das Areal für eine spätere Wohnbebauung frei machten. Seitdem herrscht auf der Baustelle Ruhe. Im Mai will der Bauträger SüBau nun mit einem Spatenstich ein Zeichen setzen, dass es weitergeht.

Den Termin nannte Geschäftsführer Rudolf Blank in der Sitzung des Bauausschusses, in der er über den Fortgang des Projektes informierte. Blank schränkte allerdings ein, dass der Zeitplan unter der Maßgabe stehe, dass alles reibungslos läuft.

Den Mitgliedern des Bauausschusses lag eine Tektur zum ursprünglich geplanten Projekt vor, das 2023 auf Eis gelegt worden war. Die Pläne für die Wohnanlage in der damaligen Form waren aus wirtschaftlichen Gründen geplatzt. OB Dr. Christoph Hammer verwies im Bauausschuss auf eine damals unerwartet weggebrochene KfW-Förderung.

87 sozial geförderte Appartements am Brauereigelände

Danach stieg die BayernHeim, die Wohnungsbaugesellschaft des Freistaates, ein. Diese will nach jetzigem Stand das fertige Projekt schlüsselfertig übernehmen. Entsprechend musste nach den Gesichtspunkten des sozial geförderten Wohnungsbaus umgeplant werden. Wie Rudolf Blank und Architektin Cora Kais-Fröhlich erläuterten, wurde vom ursprünglichen Komplex ein Gebäude weggenommen. Außerdem reduzierte sich die Anzahl der Wohnungen von rund 100 auf nunmehr 87. Die jeweilige Wohnungsgröße bewegt sich zwischen 50 und 90 Quadratmetern.

Erschlossen wird das Areal über eine Tiefgarage mit Zufahrt von der Bechhofener Straße her. Es gibt 56 Fahrzeug-Stellplätze. Die Wohnungen in dem mehrgeschossigen Gebäudekomplex mit Flachdach sind über Treppenhäuser und Laubengänge erreichbar. Geplant sind auf dem Areal zwei Spielplätze, einer für kleinere und einer für bereits etwas ältere Kinder.

30 Millionen Euro werden in die Hand genommen

Die Investitionssumme bezifferte OB Hammer auf eine Nachfrage aus Gremium hin mit rund 30 Millionen Euro. Der Rathauschef hob es als Besonderheit hervor, dass die BayernHeim in Dinkelsbühl in das Projekt an der Bechhofener Straße eingestiegen sei, obwohl sie bereits an anderer Stelle in der Stadt tätig sei. Der OB machte deutlich, dass sich derartige Wohnanlagen in Dinkelsbühl aufgrund einer höheren Durchschnittsmiete offensichtlich eher rechneten als andernorts, wo ähnliche Projekte des sozial geförderten Wohnungsbaus gescheitert seien.

Im Ausschuss wurde der überarbeitete Entwurf grundsätzlich positiv aufgenommen. Allerdings merkte Holger Göttler (Freie Wähler) an, dass es sich seiner Meinung nach um ein neues Bauvorhaben handele und nicht um eine Tektur.

Gremium erteilte Einvernehmen

Göttler vertrat die Ansicht, dass das Gremium deshalb erneut sein Einvernehmen erteilen müsse. Er schlug vor, dass sich der Bauausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen in Ruhe mit den Plänen befassen könne. Außerdem ist nach Göttlers Einschätzung die Anzahl der Stellplätze zu knapp bemessen.

Sitzungsleiter Hammer war demgegenüber der Meinung, dass es sich lediglich um eine Tektur handele, ließ aber dennoch über das Einvernehmen abstimmen. Dieses wurde dann gegen eine Stimme erteilt.

Laut Rudolf Blank soll das Wohnbauprojekt Ende 2027 soweit fertig gestellt sein, dass es übergeben werden kann.

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