Wolframs-Eschenbach: Wärmenetz auch in der Innenstadt denkbar | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.03.2026 11:00

Wolframs-Eschenbach: Wärmenetz auch in der Innenstadt denkbar

Auch die Deutschordensstraße in der Innenstadt taucht in möglichen Zukunftsplänen für ein Wärmenetz in Wolframs-Eschenbach auf. (Foto: Antonia Müller)
Auch die Deutschordensstraße in der Innenstadt taucht in möglichen Zukunftsplänen für ein Wärmenetz in Wolframs-Eschenbach auf. (Foto: Antonia Müller)
Auch die Deutschordensstraße in der Innenstadt taucht in möglichen Zukunftsplänen für ein Wärmenetz in Wolframs-Eschenbach auf. (Foto: Antonia Müller)

Wie ist der Stand der kommunalen Wärmeplanung in Wolframs-Eschenbach? Das hat Klaus Härterich von der Energieagentur Triesdorf in der Stadtratssitzung vorgestellt.

In seiner Präsentation blickte Härterich zurück auf die Dinge, die in den vergangenen Jahren bereits geschehen sind. Der Auftakt war bereits eine Infoveranstaltung für Gemeinderäte in Triesdorf im Jahr 2023. Es folgten dann unter anderem Infos für die Bürgerinnen und Bürger sowie eine Umfrage.

In die heiße Phase startete die Energieagentur Triesdorf im Juni 2025 mit dem Auftrag der Stadt, die kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Es folgten erneute Fragebögen sowie Gespräche mit Wärmenetz- und Biogasanlagen-Betreibenden, so der Experte.

Zwischenbericht mit bestehenden Netzen

Aus all den gesammelten Daten hat die Energieagentur Triesdorf nun eine Zwischenübersicht mit den bestehenden Netzen sowie denkbaren neuen Netzen präsentiert. Im Norden der Stadt existiert seit vielen Jahren das Wärmenetz Reutern, an das auch Haushalte am Rand der Stadt angeschlossen sind. Im Westen gibt es ein weiteres Netz (Gaulgasse, Zufuhrstraße, Duchselgasse). Auch im Nordwesten erstreckt sich, ausgehend von der Hopfengasse bis zum Fasanenweg, ein Netz. Die beiden Dörfer Waizendorf und Biederbach sind ebenfalls bereits versorgt.

Ein mögliches neues Wärmenetzgebiet im Nordosten (Am Mühlbuck) wäre denkbar, skizziert die Energieagentur in der Präsentation. Inkludiert wären beispielsweise die Straßen Am Mühlbuck, Frankenstraße, Rangaustraße, Bayernstraße sowie weitere Bereiche. Die Leitungslänge geben die Experten mit etwa 2500 Metern an. Für diesen Bereich wurde ein Wärmeverbrauch von knapp zwei Millionen Kilowattstunden errechnet.

Wirtschaftlichkeit könnte geprüft werden

Die Innenstadt wird als weiteres mögliches neues Wärmenetzgebiet genannt. Dabei wären dort unter anderem die Deutschordensstraße, An der Stadtmauer, die Obere Gasse sowie Teile der Hauptstraße. Die Leitungslänge läge bei rund 950 Metern. Der Wärmeverbrauch wäre hier ähnlich wie im Nordosten, so die Experten. Bei beiden möglichen Gebieten könnte eine Machbarkeitsstudie durchgeführt sowie die Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Ein weiteres mögliches Projekt im südlichen Bereich wird bereits projektiert, stellte die Energieagentur fest.

Der Blick in die Zukunft: Bis Ende des Jahres soll der Zwischenbericht erstellt und veröffentlicht werden. Dabei sollen auch Anregungen und Änderungswünsche eingearbeitet werden. Der Gesamtbericht soll nach bisheriger Planung bis Ende 2027 vorliegen.


Antonia Müller
Antonia Müller
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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