Lust, ausgiebig Frühjahrssonne zu tanken? Die Blütenpracht zu bewundern und eine erste Erfrischung zu genießen? In der Region gibt es viele Orte, bei denen sich ein Besuch lohnt.
Ob Naturerlebnisse, weite Ausblicke, Tierbeobachtungen oder spielerischer Familienspaß: Wir haben zehn frühlingshafte Ausflugstipps in Stadt und Landkreis Ansbach sowie im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zusammengetragen.
Bei Vorderpfeinach, einem Ortsteil von Uffenheim, ereignet sich jedes Jahr ein kleines Naturschauspiel: Im Buchholz blühen dann Tausende Märzenbecher. Die streng geschützten Pflanzen bieten einen weißen Blütenteppich, der in der Region einzigartig ist.
Wer die Naturattraktion noch in diesem Jahr bewundern will, muss sich beeilen. Die Blütezeit der Märzenbecher reicht nur von Februar bis in den April.
Wer gerne in weite Landschaften blickt, ist auf der „Kappl” in Lehrberg gut aufgehoben: Die Ruine einer Kirche thront hoch über dem Ort im Landkreis Ansbach. Ein kurzer Spaziergang führt vom schmucken Ortskern durch Obsthaine auf die Spitze des Hügels, wo die Überreste der Kapelle zu finden sind. Dort bietet sich ein Ausblick über den Rezatgrund, der bei schönem Wetter gerade im Frühling seinen Reiz hat.
Dabei lässt sich der Ausflug einfach mit einem nagelneuen Wanderweg verbinden. Die sieben Kilometer lange Naturpark-Route „Rote Waldameise” wird am 11. April ab 14 Uhr (Treffpunkt: Kapplparkplatz) mit einem öffentlichen Spaziergang unter Führung von Wanderwart Claus Schöppler eingeweiht. Der Rundweg führt oberhalb von Lehrberg und weiter in Richtung Charlottenquelle zu den Weihern vor Brünst entlang.
Mehr Infos zum Wanderweg finden Sie hier.
Der Frühling ist die Jahreszeit der Blumen. Und gepflegte, blühende Beete bietet der Hofgarten in Ansbach wie wenige Anlagen in Westmittelfranken. Der Park, der früher fürstliches Privileg der Markgrafen war, wird heute von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut. Bei der Bepflanzung orientieren sich die Gärtnerinnen und Gärtner am barocken Stil.
Ob für einen Sonntagsspaziergang oder zum gemütlichen Verweilen auf einer der vielen Parkbänke: Der Hofgarten bietet bei schönem Wetter viele Ecken für ruhige und erholsame Momente abseits des turbulenten Stadtgetümmels.
Erst durch Felder, Wiesen und Weinberge spazieren, dazwischen eine ruhige Kugel schieben: Das ist zwischen Bad Windsheim und Ergersheim möglich. Der 2024 eröffnete Naturerlebniswanderweg BW7 führt über eine Länge von neun Kilometern an mehreren Holzkugelbahnen vorbei – ein unterhaltsames Vergnügen für Familien. Finanziert wurde die Attraktion unter anderem über EU-Mittel.
Die Wanderung kann sowohl von Ergersheim (Parkplatz am Mehrgenerationenplatz) als auch von Bad Windsheim (Wanderparkplatz Gräfwasen) aus gestartet werden und ist jeweils als Rundweg angelegt.
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Zugegeben, in diesem Frühling ist es noch nicht sonderlich warm. An schönen Tagen tut ein wenig Erfrischung trotzdem schon gut. Dazu gibt es in der Region viele Orte, an denen sich Ausflügler abkühlen können, ohne sich direkt ganz in eiskalte Fluten stürzen zu müssen: Mehrere Dutzend Kneippanlagen sind über Westmittelfranken verstreut.
Besonders schön liegt das Kneipp-Brünnele bei Dinkelsbühl. Die Anlage liegt ein wenig versteckt im Mutschachwald an der Staatsstraße 2220 in Richtung Burk. Unter dem sattgrünen Blätterdach der Laubbäume und umfasst von Natursteinmauern bietet die Stelle einen Moment der Ruhe und Entspannung.
Das Frühjahr steht im Zeichen der Störche: Zusammen mit vielen anderen Zugvögeln kehren die weiß gefiederten Tiere zu dieser Zeit aus wärmeren Gefilden zurück nach Deutschland. Inzwischen bleiben zwar viele Störche auch zum Überwintern in der Region, dennoch erhöht sich die Zahl der beeindruckenden Schreitvögel im Frühling noch einmal sprunghaft: Ansammlungen von mehreren Dutzend Störchen sind da im Aischgrund etwa keine Seltenheit.
Als heimliche Storchenhauptstadt Deutschlands gilt Uehlfeld im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Hier wurden 2025 insgesamt 44 Nester gezählt. Entsprechend hoch ist die Storchendichte. Besonders gut lassen sich die Vögel entlang des Storchenlehrpfads beobachten. Auf 7,5 Kilometern geht es entlang der Horste durch den Ort und dann durch die Aischwiesen. Den besten Blick bietet eine Vogelbeobachtungsstation auf einem Podest im Aischgrund.
Mehr Infos zum Rundweg finden Sie hier.
Gut verbinden lässt sich der Spaziergang über den Storchenlehrpfad übrigens mit einem Besuch im benachbarten Gottesgab. Der kleine Weiler ist von drei Seiten mit Karpfenteichen versehen und gilt deshalb als besonders pittoreskes Kleinod in Franken.
Auf der Frankenhöhe über Burgbernheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) scheidet sich für Regen der Weg: Fällt der Tropfen auf die Südflanke des Hügelkamms, wandert das Wasser in die Altmühl und damit über kurz oder lang in die Donau und ins Schwarze Meer. Landet der Tropfen auf der Nordseite, ist die Aisch und damit über Main und Rhein die Nordsee das Ziel.
Im Grenzgebiet der Landkreise Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Ansbach lässt sich der Weg des Wassers mit verschiedenen Spaziergängen verfolgen. Schöne Wege bietet im Frühling vor allem der Bereich zwischen Burgbernheim und Windelsbach. Zwischen Wald und Wiesen liegt hier der Altmühlursprung – wobei sich die Geister scheiden, wo die Stelle exakt liegt. Ist es der Hirschteich, ein idyllischer Waldweiher? Oder doch eher die einige Hundert Meter weiter südlich gelegene Quelle, die mit Steinen eingefasst wurde?
Davon können sich Naturfreunde selbst ein Bild machen. Als idealer Ausgangspunkt eignet sich der Wanderparkplatz Burgbernheim-Hornau.
Mit vielen Aktionen im Frühling wartet traditionell das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim auf. Über Ostern bietet das Museum auf dem Freigelände unter anderem Ostereiersuche für Kinder, Osterbacken, alte Kinderspiele zum Mitmachen und einen Ostermarkt an. Zum Frühjahrsprogramm gehören außerdem Veranstaltungen wie ein Sternenspaziergang, ein Heil- und Gewürzkräutermarkt sowie ein Thementag rund um das Traditionshandwerk des Dachdeckens.
Immer offen zu den üblichen Betriebszeiten sind die verschiedenen Baugruppen im Freilandmuseum. Zu entdecken gibt es historische Bauwerke von innen und außen, was viel über das ländliche Leben in Franken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert verrät. Dazu gehören auch die vielen Nutztiere, die im Freilandmuseum gehalten werden – darunter derzeit rund 20 Lämmer.
Es ist der wohl schönste Blick auf die mittelalterliche Kulisse von Rothenburg: Entlang der Tauber auf Höhe der historischen Doppelbrücke entfaltet sich ein beeindruckendes Panorama der Stadt. Der Spot lässt sich sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gut erreichen und mit einer längeren Tour verbinden.
Spaziergänger können etwa dem Mühlenweg (W2) folgen. Er führt – wie der Name vermuten lässt – an historischen Mühlen entlang. Auch die Sehenswürdigkeiten Wildbad und Topplerschlösschen liegen auf dem Weg. Diese und weitere Wandermöglichkeiten finden Sie hier.
Für Radlerinnen und Radler bietet es sich an, den Taubertal-Radweg zu bereisen. Von Rothenburg aus geht es in mehreren Etappen entlang der Tauber bis ins unterfränkische Wertheim. Details zur Route finden Sie hier.
Ab April ist das Freizeitzentrum Weißbachmühle bei Merkendorf (Landkreis Ansbach) geöffnet. Dort sind mehrere Attraktionen vereint. Auch wenn es für das beliebte (und kostenfrei nutzbare) Naturfreibad zu dieser Zeit noch zu frisch sein dürfte, lässt sich dort bei schönem Wetter gut Zeit verbringen.
Am Ufer sind Fitnessgeräte installiert, einige Meter weiter ist ein Barfußpfad eingerichtet. Ein Spielplatz mitsamt Tischtennisplatte ist ebenfalls vorhanden. Auf den Liegewiesen rund um den See lassen sich die Sonnenstrahlen genießen. Ein Kiosk mit Seeterrasse stillt Hunger und Durst.