Er beherbergte schon mal einen Döner-Verkauf, aber auch einen Zeitungskiosk: Derzeit wird für den historischen Pavillon auf der Promenade ein neuer Pächter gesucht. Die Zahl der Bewerber ist allerdings übersichtlich.
Am Freitag endete offiziell um Punkt Mitternacht die Frist, bis zu der die jeweiligen Offerten bei der Stadt Ansbach einzureichen waren. Von zwölf Bewerbungen im Vorfeld war die Rede, letztlich reichten vier mögliche Kandidaten eine schriftliche Bewerbung bei der Stadt ein. „Zwei bis drei Angebote erwarten wir noch“, berichtete Kämmerer Christian Jakobs nun auf FLZ-Nachfrage.
Die bislang nur mündlich vorliegenden „Interessensbekundungen“ sollen zumindest die Chance haben, ihre Vorstellungen zur weiteren Nutzung des Pavillons zu präsentieren.
Dabei reicht die Palette an möglichen Anbietern „vom Imbiss bis zum Café“, die Bewerbungen seien „von unterschiedlicher Qualität und Umfang“, sagt Jakobs. Sprich: Vom formlosen Vierzeiler bis zum ausgeklügelten Business-Plan ist quasi alles dabei. „Wir haben Nachfragen gestellt“, ließ Jakobs durchblicken.
Dabei zielt die Stadt nach der jüngsten Erfahrung darauf ab, das für rund 250.000 Euro sanierte Achteck langfristig zu vermieten. Nach der Wiedereröffnung im Juli 2022 hatte die Gastronomin Anastasia Kowschew mit großem Engagement den Betrieb übernommen, war aber aufgrund von Personalmangel und einer zusätzlichen Dependance in Colmberg in den folgenden Monaten an Grenzen gestoßen. Entsprechend selten geöffnet hatte das kleinste Café der Stadt. Der Vertrag wurde fristgerecht gekündigt.
Deshalb soll der Pächterwechsel nun möglichst schnell über die Bühne gehen. Für die Auswertung der bestehenden und noch eintrudelnden Bewerbungen ist noch rund eine Woche vorgesehen. „Möglichst noch im Juni wollen wir eine Entscheidung treffen“, erklärt Jakobs. Dann liegt es am neuen Pächter, wie schnell der Pavillon tatsächlich wieder aufsperrt.