Aus für Kinderstation Ansbach: Wohin bei Frühgeburten und was passiert im Notfall? | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.06.2026 07:00

Aus für Kinderstation Ansbach: Wohin bei Frühgeburten und was passiert im Notfall?

Ab nächstem Jahr sind im Ansbacher Klinikum voraussichtlich keine Frühgeburten mehr möglich. Was das für betroffene Eltern bedeutet und was im Falle eines Notfalls mit dem Neugeborenen passiert, erklärte ANregiomed nun auf Nachfrage.

Mit der Schließung der Kinderstation Wald verliert die Geburtshilfe am Klinikum Ansbach laut der Pressemitteilung ihre ständige Verfügbarkeit von Kinderärzten und damit auch den perinatalen Schwerpunkt. „Dies bedeutet, dass wir nur noch Geburten ab der 37. Schwangerschaftswoche entbinden dürfen. Frauen in der 32. bis zur 36. Schwangerschaftswoche müssen dann in anderen geburtshilflichen Kliniken entbinden, die eine kinderärztliche Versorgung rund um die Uhr sicherstellen können”, teilte ANregiomed mit.

Bei der Geburtshilfe am Ansbacher Klinikum stehen zum Jahresende einschneidende Veränderungen bevor.  (Foto: Katrin Poese)
Bei der Geburtshilfe am Ansbacher Klinikum stehen zum Jahresende einschneidende Veränderungen bevor.  (Foto: Katrin Poese)

Klinikum Ansbach: Frühgeburten sind ab 2027 nicht mehr möglich

Die Schließung der Kinderstation im Klinikum Ansbach hat gravierende Auswirkungen auf die Geburtshilfe. Kurzfristig betreffen die Entwicklungen werdende Eltern.
22.05.2026 07:06
query_builder4min

Der Klinikverbund listet konkret auf, welche Krankenhäuser in der Region im Falle einer Frühgeburt infrage kommen: Das sind westlich des Landkreises Ansbach das DIAK Klinikum Landkreis Schwäbisch Hall, das Ostalb-Klinikum Aalen und das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, im Norden das Klinikum Würzburg sowie im Großraum Nürnberg das Klinikum Nürnberg Süd, die Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg, das Klinikum Fürth sowie das Universitätsklinikum Erlangen.

Im Baby-Notarztwagen in eine andere Klinik

Für die Versorgung der Neugeborenen am Klinikum Ansbach sind dann laut der Pressemitteilung die Hebammen und Geburtshelfer sowie von ärztlicher Seite die Klinik für Anästhesie zuständig. Im Falle eines medizinischen Zwischenfalls beim neugeborenen Kind wird (Stand heute) kein Kinderarzt oder keine Kinderärztin mehr anwesend sein.

Das könnte Sie auch interessieren
Wasserschaden in der Klinik Bad Windsheim: Neues OP-Zentrum geschlossenDie Klinik in Neustadt/Aisch und der Verkehr: Werden Anwohner zu stark belastet?Bald ist Schluss: Einzige Kinderkrankenstation in Westmittelfranken macht dichtAusgeleerte Mülleimer, geklaute Schuhe: Betrunkener beschäftigt Ansbacher Polizei1000 Euro Entlastungsprämie kommt nicht: Vorerst keine Auswirkungen in der RegionANregiomed zentralisiert Gelenkersatz-Operationen am Standort DinkelsbühlSanierungsplan von Diakoneo: Schon 2026 soll wieder eine schwarze Null stehenLungenheilkunde-MVZ in Ansbach: Neue Ärztin und Kritik an Diakoneo vom VorgängerPkw fährt beim Überholen auf B13 zwischen Gräfenbuch und Hohenau in Gegenverkehr„Das erste und das letzte Bild”: Ausstellung über Sternenkinder in DinkelsbühlANregiomed in Dinkelsbühl bildet Pflegefachkräfte in Teilzeit ausMVZ für Haus- und Zahnärzte: Herrieden will ein Gesundheitszentrum bauenNeue Praxis für Funktionaloptometrie in Ansbach: Augenarzt kritisiert MethodeProtestaktion in Rothenburg: Kampf um den Erhalt der Kardiologie am KrankenhausANregiomed-Pläne in Rothenburg: Noch eine Hintertür für die ambulante Kardiologie?

ANregiomed erklärt dazu: „Bei einem unerwarteten Zwischenfall übernehmen speziell geschulte Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin die Erstversorgung des Säuglings bis zum Eintreffen des Baby-Notarztes.” Der Transport erfolge dann, wenn erforderlich, schnellstmöglich in Begleitung eines Kinderarztes in einem Transport-Inkubator, also einem Brutkasten, zur nächstgelegenen geeigneten Klinik.

Trübe Aussichten: Wenn die Kinderstation am Ansbacher Klinikum zum Jahresende schließt, braucht es Ideen, wie das aufgefangen werden kann.  (Archivbild: Evi Lemberger)
Trübe Aussichten: Wenn die Kinderstation am Ansbacher Klinikum zum Jahresende schließt, braucht es Ideen, wie das aufgefangen werden kann.  (Archivbild: Evi Lemberger)

Nach Kinderstations-Aus in Ansbach: Lösungen für Versorgung dringend gesucht

Die Kinderstation am Klinikum Ansbach gibt es ab 2027 nicht mehr. Nun geht es in der Kreispolitik um die Frage, wie es weitergehen soll.
05.06.2026 07:01
query_builder5min

Gesetzlich festgelegte Zeiten, wie schnell solche Notfallverlegungen über die Bühne gehen müssen, gebe es nicht. Prinzipiell sei die Begleitung durch ein Elternteil oder eine andere Begleitperson möglich, wobei die Mutter des Säuglings die Zeit unmittelbar nach der Geburt unbedingt auf der Wochenstation verbringen sollte.

Nach dem Kinderstations-Aus in Ansbach kommt die Frage auf: Wohin bei Frühgeburten und was passiert im Notfall? Laut ANregiomed übernehmen in unerwarteten Zwischenfällen speziell geschulte Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin die Erstversorgung des Säuglings bis zum Eintreffen des Baby-Notarztes. (Symbolbild: Jim Albright)
Nach dem Kinderstations-Aus in Ansbach kommt die Frage auf: Wohin bei Frühgeburten und was passiert im Notfall? Laut ANregiomed übernehmen in unerwarteten Zwischenfällen speziell geschulte Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin die Erstversorgung des Säuglings bis zum Eintreffen des Baby-Notarztes. (Symbolbild: Jim Albright)
Nach dem Kinderstations-Aus in Ansbach kommt die Frage auf: Wohin bei Frühgeburten und was passiert im Notfall? Laut ANregiomed übernehmen in unerwarteten Zwischenfällen speziell geschulte Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin die Erstversorgung des Säuglings bis zum Eintreffen des Baby-Notarztes. (Symbolbild: Jim Albright)

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Redakteur für Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
north