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Veröffentlicht am 25.06.2026 13:54

Bergkäse stets vom Berg? Wann er wirklich von der Alm kommt

Wer Wert darauf legt, dass der Bergkäse auch tatsächlich von einer Alm kommt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)
Wer Wert darauf legt, dass der Bergkäse auch tatsächlich von einer Alm kommt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)
Wer Wert darauf legt, dass der Bergkäse auch tatsächlich von einer Alm kommt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)

Wenn von Bergkäse die Rede ist, denken Sie da auch an glückliche Kühe, Berglandschaften und Almwiesenkräuter? Doch nicht jeder Bergkäse stammt auch aus den Bergen. Muss er auch nicht, klärt die Verbraucherzentrale Bayern auf. 

Denn laut deutscher Käseverordnung sei lediglich festgelegt, welche Eigenschaften Bergkäse haben muss. Und das sind folgende: 

  • Bergkäse reift mindestens drei Monate. 
  • Er muss eine mattgelbe Farbe haben 
  • Löcher hat er nur wenige - sie dürfen höchstens erbsengroß sein. 
  • Sein Fettanteil muss mindestens 45 Prozent in der Trockenmasse betragen.
  • Bergkäse muss pikant und kräftig schmecken. 

Auf EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ achten

Wer Wert darauf legt, dass der Bergkäse auch tatsächlich von einer Alm kommt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. „Dieses Siegel garantiert, dass der Käse ausschließlich in der genannten Region und aus dort erzeugter Milch hergestellt wird“, erklärt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale. 

Wer beim Kauf auf die Suche nach dem g. U.-Siegel geht, wird etwa beim Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Sennalpkäse fündig. Auch einige österreichische Sorten wie Tiroler Alm- und Bergkäse sowie Vorarlberger Alpkäse tragen dieses Siegel. 

Vorteil: Nach langer Reifung ist kaum noch Laktose drin

Ob von der Alm oder nicht von der Alm - wem nicht nur der herzhafte Geschmack an einem Bergkäse zusagt, kann sich über zwei weitere Vorteile freuen, die der Käse bietet. Er liefert laut der Verbraucherschützer besonders viel Calcium. Das liege an seiner langen Reifezeit und dem dadurch hohen Anteil an Trockenmasse. 

Gleichzeitig ist er - wie viele andere Hartkäsesorten - oft auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich. Denn während der Reifung baut sich die Laktose fast vollständig ab, klärt Holhausen auf. Zum Überbacken eigne sich laut Expertin vor allem jüngerer Bergkäse, da er besonders gut schmilzt.

© dpa-infocom, dpa:260625-930-281791/1


Von dpa
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