Seit 30 Jahren besteht bereits die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Eymoutiers im Limousin in Frankreich und Diespeck. Im Laufe von drei Jahrzehnten sind viele Freundschaften entstanden. Zur Feier fuhren 16 Diespecker in den über 1000 Kilometer weit entfernten Ort.
Die Abfahrt erfolgte am Nachmittag des 5. September, zwölf Stunden später erreichten die Diespecker ihr Ziel. Im Rathaus von Eymoutiers begrüßten die französischen Gastgeber die deutschen Freunde mit einem Begrüßungsaperitif.
Am Freitag fand ein Entdeckungsausflug durch das Creuse-Tal statt. Eine Führung durch Gargilesse und das Haus von George Sand waren weitere Höhepunkte der Fahrt. Der Geburtstag der Partnerschaft wurde am Samstagabend gebührend gefeiert – mit tollem Essen, Musik und Tanz und sogar einer Geburtstagstorte, ehe sich die Diespecker am Sonntag auf die Rückreise nach Franken machten.
Gegenüber der Redaktion erinnerte sich Diespecks Interimsbürgermeister Roland Schmidt an die Anfänge dieser deutsch-französischen Freundschaft. Eine Delegation aus Diespeck sei vor 32 Jahren nach Eymoutiers gereist, um die Partnerschaft „anzubahnen“. Er selbst sei damals von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen von Eymoutiers überwältigt gewesen und auch der Ort selbst habe es ihm und seinen Begleitern angetan. Vor allem vom mittelalterlichen Ortskern seien schon damals alle Diespecker beeindruckt gewesen.
Bald darauf gründeten beide Gemeinden einen Freundeskreis und die Partnerschaftsurkunde wurde am 14. Mai 1995 unterzeichnet. Seitdem gibt es immer wieder gegenseitige Besuche, Freundschaften wurden und werden geschlossen.
Wie Schmidt im Rahmen seiner Rede beim Jubiläum in Eymoutiers sagte, erinnere er selbst sich noch gut an die ersten französischen Gäste, die bei ihm zu Haus ankamen. 1992 sei das gewesen, Jocelyne und ihre Tochter Tiffany hätten ein selbst kreiertes Pavedé Eymoutiers aus ihrer Patisserie mitgebracht. „Der Geschmack dieser Köstlichkeit bleibt für mich unvergesslich“, so Schmidt.
Ganz ohne Handy und Übersetzungs-App seien seinerzeit die Sprachbarrieren überwunden worden. Schmidt dankte allen, die über viele Jahre hinweg zu dieser lebendigen Partnerschaft beigetragen hätten. Ein besonderer Dank galt den beiden Freundeskreisen mit ihren Vorsitzenden und den vielen engagierten Mitgliedern. Diese Freundschaft bestehe eben nicht nur auf dem Papier, sondern sei lebendig und spürbar.
Roland Schmidt dankte auch Gudrun Gross und Christine Chabanat, die die Partnerschaft in beiden Orten fördern und unterstützen. Für ihn als überzeugten Europäer sei es wichtig, so Schmidt weiter, den eigenen Horizont zu erweitern und die kulturelle Vielfalt als einen Schatz anzusehen. Gerade in einer Zeit, in der die Welt von Spannungen geprägt sei, seien solche Partnerschaften Zeichen der Hoffnung und Symbole des Miteinanders: „Gemeinsam sind wir stärker.“.