Nach knapp zwei Jahren, in denen die Kindertagesstätte Dietrich Bonhoeffer in Dinkelsbühl für rund 2,8 Millionen Euro grundlegend saniert wurde, sind die Mädchen und Jungen nun wieder in das Gebäude eingezogen. Damit ist die für Personal und Träger organisatorisch aufwendige Phase beendet, in der mehrere Gruppen an verschiedene Standorte ausgelagert waren.
Kita-Leiterin Heike Ungerer und geschäftsführender Pfarrer Johannes Sichert freuten sich beim Pressetermin, dass seit kurzem wieder Leben in den Räumen herrscht. Letzte Arbeiten würden noch erledigt, so Sichert, der schmunzelnd hinzufügte, dass das Tun der Handwerker von den Kleinen stets interessiert verfolgt werde. Bis Ende Juni soll auch die Außenanlage fertig gestellt sein.
Architektin Monika Schneider erläuterte beim Rundgang durch die Räume, was in den zurückliegenden knapp zwei Jahren am und im Gebäude gemacht wurde. Neben energetischen Maßnahmen und einer Aufwertung der Statik wurde im Erdgeschoss Barrierefreiheit geschaffen. Spezielle Decken sorgen für eine angenehme Akustik in den Räumen.
Durch den Ausbau des Spitzbodens ist die Nutzfläche um 175 Quadratmeter gestiegen. Für das 20-köpfige pädagogische Personal gibt es dort einen Pausen- und Besprechungsraum, auch die Hortgruppe hat dort künftig einen festen Platz. Für das teiloffene, pädagogische Konzept wurden bei der Generalsanierung die Intensivräume im Gebäude zu Aktionsräumen erweitert. Ein zusätzlicher Aktionsraum ist entstanden, indem ein in der Vergangenheit nicht genutzter Terrassenbereich umgebaut wurde. Diese Fläche kann auch als Turnraum genutzt werden.
OB Dr. Christoph Hammer hob die begrenzten Platzverhältnisse auf dem Areal an der Berliner Straße hervor. Mit dem jetzigen Ausbauzustand seien die Platzmöglichkeiten „maximal ausgenutzt“. Die Bonhoeffer-Kita hat derzeit 120 Kindergartenkinder bei 125 Plätzen. Der Hort hat 25 Plätze und wird aktuell von 22 Mädchen und Jungen besucht.
Heike Ungerer lobte die neu gestalteten Räume, in denen sich alle sehr wohl fühlten. Die Kinder würden sich dort schnell einleben. Pfarrer Sichert hob den Einsatz des Teams beim Wiedereinzug hervor und betonte das gute Miteinander von Kirchengemeinde und Stadt Dinkelsbühl während der Projektphase und bei der Klärung der Finanzierung. Wie OB Hammer erläuterte, gebe es zu den rund 2,8 Millionen Euro Kosten eine 60-prozentige Förderung.
Wer die neuen Räume besichtigen will, der hat dazu am Tag der offen Tür eine Gelegenheit. Dieser findet am Samstag, 20. September, am Weltkindertag, satt.
Während der Bauzeit wurden Gruppen in Räumen im ehemaligen Kapuzinerkloster betreut, die die Stadt zur Verfügung stellte. Auch im Refektorium des Gemeindehauses St. Paul kam eine Gruppe unter. Der Hort wanderte ins Schattengebäude an der Stadtmauer. Nur die Krippe konnte mit Einschränkungen weiter in ihren Räumlichkeiten bleiben.