Zwischen seinen Langzeitprojekten, der Übersetzung des Neuen und des Alten Testaments ins Fränkische, hat der Verein Mundart in der Kirche ein „Gebeedbüchla” herausgebracht - natürlich ebenfalls auf Fränkisch. „Zum Ausschnaufen für die Seele”, meint der Vereinsvorsitzende und Lichtenauer Pfarrer, Claus Ebeling, in einer Pressemitteilung.
Während der zweite Teil der Bibel-Übersetzung noch Zeit braucht - aktuell steht das Korrekturlesen an - habe der Verein die Freunde kirchlicher Mundart vor Weihnachten nicht im Stich lassen wollen, schildert Ebeling, wie es zu dem spontanen Projekt kam. „So setzten etwa 20 Autorinnen und Autoren in ganz kurzer Zeit den lang gehegten Wunsch nach einer Sammlung mit fränkischen Mundart-Gebeten in die Tat um.”
Herausgekommen sind zwei Versionen mit fast identischem Inhalt. Der Ansbacher Künstler Dieter Stockert verwirklichte dabei Ebelings Gestaltungsideen. Die eine Variante ist im Stil einer mittelalterlichen Handschrift gehalten, in der modernen Version werden die Texte durch Bilder interpretiert. Das Heft im DIN-A5-Format ist etwa 85 Seiten stark.
Das „Gebeedbüchla” sei das richtige, „wenn uns selbst manchmal die Worte zum Beten fehlen”, erklärt Pfarrer Ebeling. „Denn andere haben schon gute Worte gefunden, in die man sich hineinfallen lassen kann.” Die Sammlung enthält Gebete für den Morgen, Mittag und Abend, unterschiedliche Jahreszeiten und Feste, Dank- und Tischgebete, aber auch Texte, die in persönlichen Notlagen gesprochen werden können. „Sie begleiten beim Weinen, Trauern, beim Lachen und beim Danken.”
Händler und Privatpersonen enthalten das Buch auf Nachfrage bei Pfarrer Claus Ebeling unter der E-Mail-Adresse claus.ebeling@elkb.de