Die neue Verbindung zwischen der Ansbacher Hochschule und dem benachbarten Brücken-Center wird am Donnerstag manifestiert: Die Installation der eigens angefertigte Fußgängerbrücke wird beinahe wie eine Art Happening inszeniert. Schaulustige sind zu dem Spektakel herzlich eingeladen.
„Am Donnerstag ist es soweit“: Beinahe euphorisch leitet die Hochschule ihre Einladung zu dem nun anstehenden Endspurt der knapp einjährigen Bauarbeiten ein. Das Finale der Umbauten, bei denen im Obergeschoss des Einkaufszentrums neue Räumlichkeiten für die Studierenden entstanden sind, hat es tatsächlich in sich.
Die insgesamt knapp 25 Meter lange Brücke wird laut Mitteilung des Einkaufszentrums am frühen Donnerstagmorgen geliefert. Im Anschluss wird die Schöneckerstraße ab etwa 8 Uhr für den Verkehr wie für Fußgänger bis zum Abschluss der Arbeiten komplett gesperrt.
Angeliefert wird das in Cham gefertigte Brückenbauwerk in drei Teilen von einem auf Schwertransporte spezialisierten Unternehmen. Los geht es für den Konvoi in der Oberpfalz bereits mitten in der Nacht, gegen 7 Uhr morgens wird er dann in Ansbach erwartet.
Im zweiten Schritt werden derweil Kräne aufgebaut, um die dann zusammengesetzte Brücke gegen 10 Uhr auf die jeweiligen Lagervorrichtungen einzusetzen. Dabei ist extreme Präzision gefragt: Zum Einheben der verglasten Brücke ist lediglich ein Spielraum von 80 Millimetern vorhanden.
„Auch die Bevölkerung und Zuschauer sind herzlich willkommen“, spricht die zuständige Marketingbeauftragte Selina Herzog vom Brücken-Center eine allgemeingültige Einladung aus. Interessierte könnten sich die besten Plätze sichern, um dem Treiben beizuwohnen.
Mit der Installation des architektonischen Leckerbissens wird die knapp einjährige Bauzeit abgeschlossen. Auf etwa 4500 Quadratmetern ehemaliger Verkaufsfläche eines Supermarktes sind ein großer Hörsaal für bis zu 350 Personen, 18 Büros mit Blickrichtung Altstadt für Professoren und Mitarbeiter, 17 Seminarräume sowie zwei Besprechungszimmer entstanden.
Die Verbindungsteile zwischen Hochschule und Einkaufszentrum hätten bereits längst installiert sein sollen. Jedoch waren Verzögerungen beim Hersteller der Fertigteile dafür verantwortlich, dass der ursprünglich avisierte Liefertermin im Oktober vergangenen Jahres nicht zu halten war. Bauträger der rund zehn Millionen Euro teuren Neugestaltung ist die DV Immobilien Management GmbH aus Regensburg, der das Brücken-Center gehört.