Ein Großprojekt ist abgeschlossen: Rund 15 Jahre haben Reiner Heller (80) und sein Sohn Stefan (55) alte Fotografien, Ansichtskarten und Dokumente über ihren Heimatort Lichtenau und die Umgebung gesammelt. Entstanden ist daraus ein Bildband mit gut 260 Seiten. Auch alte Artikel aus der Fränkischen Landeszeitung sind darin enthalten.
Nach alten Schätzen suchten die beiden Lichtenauer unter anderem im Staatsarchiv in der Burg. Außerdem kauften sie alte Postkarten, Aquarelle oder Stiche. Anfangs sammelte Reiner Heller das Material einfach in einer Schachtel. „Ich habe das eigentlich wie eine Privatchronik geführt.” Erst mit der Zeit entstand die Idee, daraus ein Buch zu machen.
Vater und Sohn, die beide Mitglied im Museumsverein sind, veranschaulichen darin die Entwicklung von Lichtenau und seinen Ortsteilen über die Jahrhunderte. Die Darstellung reicht von der frühen Ortsgeschichte bis zur Neuzeit. „Lichtenau kennt kaum einer so gut wie wir zwei”, ist Stefan Heller nach den umfangreichen Recherchen überzeugt. „Wir haben vor allem nach Dingen gesucht, die noch nicht veröffentlicht worden sind.”
Thematisch erstreckt sich das Material von der Festung über den Bau des Schwimmbads durch den Reichsarbeitsdienst bis hin zu bekannten Söhnen Lichtenaus. Auch die Schulgeschichte, die Gaststätten und das alte Brauhaus haben Eingang in den Bildband gefunden. Besonders die Nachkriegsgeschichte sei in früheren Veröffentlichungen nur stiefmütterlich behandelt worden, stellen die Autoren fest. Hier sahen sie Nachholbedarf.
Gedruckt wurde der historische Bildband mit einer Auflage von 500 Stück. Die Kosten von knapp 10.000 Euro teilten sich die Marktgemeinde Lichtenau, die als Herausgeber auftritt, und der Museumsverein. Die Gemeinde finanziert ihren Anteil über die Bürgerstiftung. Erhältlich ist das Buch im Staatsarchiv in der Lichtenauer Burg oder direkt beim Museumsverein. Den Kontakt stellt die Gemeinde unter Telefon 09827/92110 her.