Jahresausstellung des Rothenburger Kunstkreises eröffnet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.09.2024 11:00

Jahresausstellung des Rothenburger Kunstkreises eröffnet

Gastaussteller Klaus Poschner aus Dombühl zeigt unter anderem zwei seiner aktuellen Werke: „Chain“ (links) und „Chill“. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)
Gastaussteller Klaus Poschner aus Dombühl zeigt unter anderem zwei seiner aktuellen Werke: „Chain“ (links) und „Chill“. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)
Gastaussteller Klaus Poschner aus Dombühl zeigt unter anderem zwei seiner aktuellen Werke: „Chain“ (links) und „Chill“. (Foto: Karl-Heinz Gisbertz)

Die Jahresausstellung des Kunstkreises wurde im Beisein vieler Gäste im Rathausgewölbe eröffnet. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band Crossover aus Leutershausen.

Vorsitzende Gisela Eugen begrüßte unter anderem den Zweiten Bürgermeister Dieter Kölle und Kreis- und Stadträtin Silke Sagmeister-Eberlein sowie viele aktive und passive Vereinsmitglieder. Mit über 100 Mitgliedern und einer „ansehnlichen Schar von Unterstützern“ sei es wieder gelungen, die Eröffnung der Jahresausstellung zu einem erfolgreichen Anziehungspunkt im Kulturleben der Stadt zu machen. Eugen zitierte bei ihrer Begrüßung den russischen Schriftsteller Leo Tolstoi: „Kunst ist eine menschliche Tätigkeit, die darin besteht, dass ein Mensch durch bestimmte äußere Zeichen bewusst Gefühle, die er erlebt hat, auf andere überträgt und dass andere Menschen von diesen Gefühlen angesteckt werden und sie ebenfalls erleben.“

Äußere Zeichen setzen und empfangen

Damit spielte sie auf das Motto der diesjährigen Ausstellung an: Kunst setzt Impulse. Der Künstler brauche Impulse: äußere Zeichen, die er verarbeiten, umsetzen und auf andere übertragen wolle. Und andere Menschen würden Impulse, äußere Zeichen, in gleicher, ähnlicher oder ganz anderer Weise als der Künstler empfangen. „Aber immer haben wir gesetzte und empfangene Impulse.“

Verantwortlich für die diesjährige Kunstausstellung seien 16 aktive Mitglieder des Kunstkreises, die ihre Werke zur Verfügung stellten und sich in vielfältiger Weise für das Zustandekommen der Ausstellung engagiert hätten. Gisela Eugen bedankte sich in diesem Zusammenhang besonders bei Ingeborg Goebel und Ruth Bücker, „die der Ausstellung ihre Handschrift und den letzten Schliff gegeben haben“.

In diesem Jahr präsentieren auch zwei Gastaussteller ihre Impulse: Jasmin Malzahn mit fotorealistischen Tierdarstellungen und Klaus Poschner mit Metallobjekten. Einen Dank richtete Eugen auch an Franz Schwarz, der den Flyer und das Plakat zur Ausstellung entworfen hat.

Hohe Wertschätzung und großer Stellenwert

Dieter Kölle überbrachte die Grüße der Stadt und von Oberbürgermeister Dr. Markus Naser. Die große Anzahl von Besucherinnen und Besuchern sowie die Anwesenheit vieler Stadtratsmitglieder und des Alt-Oberbürgermeisters Herbert Hachtel wertete er als eine hohe Wertschätzung für den Kunstkreis, der einen großen Stellenwert in der Stadt habe. Silke Sagmeister-Eberlein überbrachte die Grüße von Landrat Dr. Jürgen Ludwig und bedankte sich für das „außerordentliche ehrenamtliche Engagement“ des Kunstkreises. Zum Ausstellungsmotto meinte sie: „In der Kunst gibt es keine Fehler, sondern nur Impulse. Gehen wir achtsam mit diesen Impulsen um.“

Zum Abschluss der Eröffnungsfeier trug der Lyriker und „Wortkünstler“ Fritz Klingler zwei seiner Gedichte vor. Das erste war mit dem Ausstellungsmotto betitelt. „Und das zweite Gedicht, ‚Die Feier‘, ist vielleicht auch auf uns gemünzt – wer weiß?“, spekulierte Eugen.

Die Jahresausstellung ist bis 3. Oktober im Rathausgewölbe zu sehen: Montag bis Freitag 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr.


Von Karl-Heinz Gisbertz
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