Die Partnerkommune Melk in Österreich haben 17 Kinder und Jugendliche aus Herrieden zusammen mit ihren Betreuern Stephan Wenk und Laura Frey einige Tage lang besucht.
Empfangen wurden die Besucher aus dem Landkreis Ansbach von Melks Bürgermeister Patrick Strobl und einem ehrenamtlichen Team, das in der Partnerstadt für den Jugendaustausch sowie die Nachmittags- und Ferienbetreuung zuständig ist. Danach hatten die Kinder und Jugendlichen erst einmal Zeit, ihre Gastgeberfamilien kennenzulernen, wie Stephan Wenk in einer Pressemitteilung schreibt.
Am nächsten Morgen unternahmen dann alle gemeinsam einen Ausflug mit den Kindern der Melker Ferienbetreuung namens „Löwenhöhle“. Da ging es bei hochsommerlichen Temperaturen zum Fahrsicherheitstraining am Wachauring, wo die Teilnehmenden zusehen konnten, wie Autofahrer drifteten und das Fahren bei Aquaplaning übten. Danach war Zeit für Spiel und Spaß im Stadtpark, bevor es Eis in der „Löwenhöhle“ gab.
Tags darauf stand der Besuch des Benediktinerstifts an, das über der niederösterreichischen Partnerstadt zu sehen ist und auf eine lange Geschichte zurückblickt. Bei einer Führung lernte die Gruppe, dass ursprünglich eine Burg der Babenberger an dieser Stelle stand und Melk die erste Hauptstadt Österreichs war. Danach banden die Kinder und Jugendlichen mit den für den Kräutergarten des Stifts zuständigen Gärtnern Räucherbündel und Gewürzsträucher.
Informationen zum Bundesheer des Nachbarlandes gab es bei einem Besuch des Pionierbataillons Melk. Dort durften die Teilnehmer in zwei Gruppen Rudermanöver sowie den Einsatz von Fahrzeugen wie Radlader und Bagger üben, wobei alle viel Spaß hatten.
Bei einem Ausflug nach Haag in den Tiergarten waren Raubkatzen wie Tiger, Löwen und Pumas, aber auch Kängurus, Emus und Paviane sowie alle möglichen Arten von Paarhufern zu sehen. Auch konnten die jungen Gäste „Futtersackerl“ für Schafe, Ziegen, Rinder und Esel kaufen und diese Tiere füttern, was großen Anklang fand. Überrascht hat die Möglichkeit, im Tierpark Fische angeln zu dürfen, um sie zum Essen mitzunehmen.
Bei einem Besuch im Rathaus erfuhren die Herriedener von Mitarbeitenden Interessantes aus dem Bürgerbüro und konnten sich über den Umfang und die Art verlorener Gegenstände in Fundbüro wundern, wie es in der Mitteilung weiter beschrieben wird.
„Im Bauamt wurden wir über die vielfältigen Aufgabengebiete informiert und anschließend beantwortete der Bürgermeister alle Fragen der jungen Teilnehmer.“ Aufgelockert wurde der Vormittag mit Rätselaufgaben und einer „Jause“.
Im Anschluss unternahm die Gruppe einen Rundgang durch Melks Altstadt, wo sie bei einer Führung Interessantes und Kurioses aus der Geschichte hörte. Da ging es etwa um den Ursprung des Brotbackhauses, wo sich verwitwete Frauen nach dem Krieg ein Zubrot verdienten, indem sie gebackenes Brot verkauften. Schließlich klang der Besuch mit einem gemeinsamen Grillfest an der Donau aus.
Wie es hieß, findet der dann 40. Jugendaustausch zwischen den beiden Kommunen im kommenden Jahr 2025 in Herrieden statt. Ideen für das Programm würden schon jetzt gesammelt.