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Veröffentlicht am 13.05.2025 07:00

Lehrer und Schüler bauen zwei Trails für Mountainbiker in Feuchtwangen

Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Mountainbikes-Trails im Krabbenloch. Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh und Streckenplaner Fabian Gauß zerschnitten das obligatorische Band. (Foto: Erich Herrmann)
Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Mountainbikes-Trails im Krabbenloch. Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh und Streckenplaner Fabian Gauß zerschnitten das obligatorische Band. (Foto: Erich Herrmann)
Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Mountainbikes-Trails im Krabbenloch. Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh und Streckenplaner Fabian Gauß zerschnitten das obligatorische Band. (Foto: Erich Herrmann)

Mit dem obligatorischen Durchschneiden eines Bandes haben jetzt Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh, Streckenplaner Fabian Gauß, Lehrkräfte und Schüler des Gymnasiums sowie der Stadt- und der Land-Schule im Beisein von rund 80 Radsportlern die Mountainbike-Trails im Feuchtwanger Krabbenloch eröffnet.

Der Einweihung wohnten zudem die Koordinatorin seitens der Stadt, Manuela Ullrich, die ausgebildeten Mountainbike-Trainer Felix Klaus (Gymnasium), Rudolf Fetsch und Johannes Stegmann (Land-Schule) sowie Gregor Früh (Stadt-Schule) bei. Ebenfalls waren die Unterstützer und Sponsoren Christian Hezel, Frank Hähnlein und Lukas Nitsch sowie 15 Mitglieder des Stadtrats anwesend.

Die Idee, das Waldstück im Osten des Bauakademie-Geländes für Mountainbiker aufzubereiten, sei bereits vor drei Jahren entstanden, erklärte Fabian Gauß, der auch Mountainbikingreferent der Feuchtwanger Alpenvereins-Sektion ist. Das Projekt sei von der Montagsradsportgruppe des TuS Feuchtwangen – diese leitet Günter Twardokus – initiiert worden.

Auf Biotop-Areale geachtet

Anschließend sei mit Revierförster Marcel Konnte und anhand von Katasterkarten eine mögliche Streckenführung erarbeitet worden. Dabei wurden laut Gauß vorhandene Biotopareale ausgegliedert sowie auf Spazierwege und Wildwechsel geachtet.

Im Februar 2024 sei dann das Projekt vom Stadtrat genehmigt worden, ein Parcours konnte abgesteckt und im September 2024 drei örtliche Bildungsstätten mit ins Boot geholt werden, informierte Gauß. Dabei habe das Gymnasium ein Projektseminar und die beiden Grund- und Mittelschulen Mountainbikes-AG ins Leben gerufen. Rund 70 Schülerinnen und Schüler und deren Sportlehrkräfte brachten sich dann bei 40 Arbeitseinsätzen und mit zahlreichen ehrenamtlichen Stunden tatkräftig ein. Das Projekt wurde nach weiterer Mitteilung von Gauß von Studierenden der Hochschule Ansbach filmisch begleitet.

Die Schülerinnen und Schülern befreiten die Strecke von Mulch und Laub, befestigten die Trails, gestalteten Kurven und mehrere Schikanen, kümmerten sich um die Beschilderung sowie das Aufstellen von Hinweistafeln.

Damit die jungen Leute effektiv arbeiten konnten, hatten sie Christian Hezel von der Firma Carl Hezel Bauklotz sowie vom Unternehmen Ernst Hähnlein Bau den erfahrenen Trail-Bauer Lukas Nitsch und Frank Hähnlein als fachkundige Unterstützer an der Seite. Ein Container und allerhand Werkzeug wurden kostenlos zu Verfügung gestellt.

Trails zwischen 450 und 600 Meter lang

Die beiden Trails, die allen Mountainbikern nun zu Verfügung stehen, sind zwischen 450 und 600 Meter lang. Sie verlaufen über etwa 35 Höhenmeter im Einbahnsystem. Für die Fahrt vom Ziel zurück zum Startpunkt können die Geländeradfahrer einen bereits vorhandenen Waldweg nutzen.

Bürgermeister Patrick Ruh dankte allen, die sich bei der Umsetzung der Mountainbike-Trails im Krabbenloch engagiert haben. Es sei ein eindrucksvolles Projekt, das ohne die Motivation und den Einsatz von Fabian Gauß – er leistete ehrenamtlich rund 100 Stunden – nicht so gut hätte realisiert werden können, betonte der Rathauschef.

Sportstunden und Sprungschanzen

Seitens der Bildungsstätten dankten die Mountainbike-Trainer den Schülerinnen und Schülern für deren Einsatz. Die Mädchen und Jungen „opferten“ sogar einige Samstage und Tage in den Osterferien. Es sei ein Supergelände entstanden. Dennoch bedürfe die Strecke stetiger Pflege. Und so wollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Sportstunden auf dem Areal verbringen, sondern dieses auch in Schuss halten, einen Fahrradständer bauen und eventuell noch einige Sprungschanzen hinzufügen.

Auch sei künftig die Austragung von Mountainbike-Schulwettkämpfen auf Bezirks- und Landesebene durchaus vorstellbar, hieß es.

Für die Verantwortlichen der Stadt, so die Koordinatorin Manuela Ullrich, wäre es gut, wenn „wir seitens der Radler ein Feedback bekommen, damit wir wissen, was gut läuft” und was verbesserungswürdig sei


Von Erich Herrmann
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