Um ein Recht, das für alle Mädchen und Jungen dieser Welt selbstverständlich sein sollte, aber nicht ist, geht es bei der Sternsingeraktion 2025. Im Fokus stehen dieses Mal die Kinderrechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind. Als Sternsinger setzen sich Mädchen und Jungen auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hierfür ein.
In vielen Gemeinden werden die Sternsinger wieder unterwegs sein. Allerdings werden noch dringend weitere Mitstreiter gesucht. Das Partnerprojekt in Turkana, einer abgelegenen Region im Norden Kenias, sorgt dafür, dass Kinder satt werden, zur Schule gehen können und medizinisch versorgt werden, wenn sie krank sind. „Recht auf Mitbestimmung“ lautet der Titel eines Sternsinger-Projektes in Benposta (Kolumbien). Mitten im Grünen können Kinder und Jugendliche aus schwierigen Lebenssituationen in einer großen Gemeinschaft aufwachsen.
Dort finden sie Schutz und Sicherheit, dürfen mitbestimmen. An der Grundschule in Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) kennen sich die Mädchen und Jungen besonders gut mit Kinderrechten aus, da sie eine Kinderrechte-Schule besuchen.
Diese und viele weitere Informationen erhalten die Kinder und Jugendlichen, die selbst als Caspar, Melchior, Balthasar und Sternträger aktiv werden möchten, beim Vorbereitungstreffen. Es findet am Freitag, 13. Dezember, im katholischen Pfarrzentrum in Neustadt, Ansbacher Straße 5, von 15 bis 17.30 Uhr statt.
Ins Thema eingeführt wird der Nachwuchs unter anderem durch einen Film von Willi Weitzel („Willi will’s wissen“), der die drei genannten Projekt-Orte mit seinem Team besuchte und so Infos aus erster Hand liefert. Beim Treffen wird aber auch gebastelt - deshalb Stifte, Schere und Kleber mitbringen - und das Sternsingerlied geprobt.
Eltern können ihre Kinder – die Religion spielt dabei keine Rolle – unter jutta.friedel@erzbistum-bamberg.de per E-Mail anmelden. „Man hat aber auch die Gelegenheit, am Freitag spontan zu kommen oder danach noch als Sternsinger mitzumachen“, sagte Gemeindereferentin Jutta Friedel.
55 Mädchen und Jungen möchten schon in Neustadt und Umgebung als „Heilige Drei Könige“ am Montag, 6. Januar, den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Mitbürgerinnen und Mitbürgern bringen und für notleidende Kinder in aller Welt sammeln. In der größten Aktion von Kindern für Kinder machen die Sternsinger deutlich, dass sie Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung übernehmen und ihnen das Schicksal von Gleichaltrigen in den ärmeren Ländern alles andere als gleichgültig ist.
Neben den „Heiligen Drei Königen“ werden auch dringend Begleiter gesucht. Schön wäre es laut Friedel, wenn sich ältere Jugendliche fänden, die schon Erfahrung als Sternsinger sammeln konnten. Nahezu die Hälfte der Mädchen und Jungen, die das Vorbereitungstreffen im November besuchten, wird erstmals als Caspar, Melchior oder Balthasar von Haus zu Haus ziehen, erklärt Friedel. Inzwischen würden sich teilweise ganze Familien auf den Weg machen. „So ist es nicht nur eine Kinder-, sondern eine Familienaktion.“ Die Gruppen ziehen nach dem Aussendungsgottesdienst, der in Neustadt am 6. Januar um 9 Uhr beginnt, los.
Da nicht alle Häuser und Wohnungen in Neustadt, Diespeck und Dietersheim besucht werden können, rät Friedel denen, die auf jeden Fall den königlichen Besuch wünschen, dies im katholischen Pfarramt unter der Telefonnummer 09161/2511 noch vor Weihnachten zu melden – Name, Adresse und Telefonnummer müssen angegeben werden. Per Mail ist dies an ssb.oberer-aischgrund@erzbistum-bamberg.de möglich.
Wenn es um Sternsinger geht, ist auch der Sachausschuss „Entwicklung und Frieden“ immer mit im Boot. Dessen Mitglieder werden wieder eifrig beim Auszählen helfen, wenn die Gruppen nachmittags mit ihren Spendenboxen im Gemeindezentrum zusammenkommen.
Während sie sich stärken und einen Teil der Süßigkeiten, die sie als kleines Dankeschön von vielen Bürgern erhielten, in die bereitstehenden Kartons tun, die dann an die Tafel gehen, ist die Zählmaschine im Dauereinsatz. Per Beamer werden die Zwischenstände an die Wand projiziert. „Das ist immer äußerst spannend“, merkt Friedel an.
Im Gespräch weist sie noch darauf hin, dass für das Krippenspiel in der Kindermette an Heilig Abend in der Neustädter Kirche noch Statisten, etwa als Hirten, gesucht werden, die keine Sprechrolle haben. Wer Lust hat, mitzumachen, kann zur Probe am morgigen Donnerstag, 12. Dezember, ab 16 Uhr in die katholische Kirche kommen. Weitere Proben finden am 20. und am 23. Dezember statt. So wird die Weihnachtsgeschichte auf eine ganz andere Art erlebbar.