Teureres Wasser aus der Leitung: Fränkischer Versorger erhöht Preise deutlich | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 04.12.2024 13:31

Teureres Wasser aus der Leitung: Fränkischer Versorger erhöht Preise deutlich

Kunden der Fernwasserversorgung Franken müssen sich auf steigende Kosten einstellen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)
Kunden der Fernwasserversorgung Franken müssen sich auf steigende Kosten einstellen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)
Kunden der Fernwasserversorgung Franken müssen sich auf steigende Kosten einstellen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Die FWF mit Sitz in Uffenheim beliefert sieben Landkreise mit Trinkwasser. Kunden müssen nun mit steigenden Kosten rechnen.

Zum Jahresbeginn ist der Nettopreis für einen Kubikmeter Trinkwasser bei der Fernwasserversorgung Franken (FWF) auf 1,45 Euro gestiegen. Die nächste Erhöhung wurde bereits beschlossen: Zum ersten Januar 2026 wird der Kubikmeter Wasser noch einmal 25 Cent teurer und beträgt dann 1,70 Euro.

Was das für die Verbraucher und Verbraucherinnen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim bedeutet, lässt sich damit noch nicht im Einzelnen sagen. Die Kundinnen der FWF sind die einzelnen Kommunen. Je nachdem, ob diese ihr Wasser ganz, teilweise oder überhaupt nicht von der FWF beziehen, wird die jetzige Preiserhöhung der FWF auf sie durchschlagen. Zu den Einkaufskosten der Gemeinden bei der FWF kommen dann noch die eigenen Kosten für das lokale Leitungsnetz.

Zwei deutliche Preiserhöhungen in zwei Jahren

Es ist die zweite deutliche Erhöhung innerhalb von zwei Jahren. Jan Kunau, der noch relativ neue Werkleiter der FWF mit Sitz in Uffenheim, bevorzugt aber eine andere Lesart, die mittlerweile häufig zu hören ist: „Ein Kubikmeter, also 1000 Liter Wasser: Überlegen Sie mal, was Sie dafür im Supermarkt hinlegen müssten. Und bei uns bekommen Sie das noch frei Haus.“

Das Versorgungsgebiet der FWF hat zwei Charakteristika, die den Preis in die Höhe treiben. Es ist flächig, weist also relativ viel Leitung pro Anschlussnehmer auf, und es ist trocken.

Die aktuelle Erhöhung sei aber vor allem auf die gestiegenen Kosten für Strom, Arbeit und Bauleistungen zurückzuführen. Die FWF investiert immerhin 12,5 Millionen Euro pro Jahr in ihre Wasserwerke und Leitungen.

Neue Leitungen rund um Neustadt und Gutenstetten

Die Fernwasserversorgung ist ein rein kommunaler Zweckverband und in sieben Landkreisen in Unter- und Mittelfranken unterwegs. Im nächsten Jahr werde viel in die Wasserwerke in Sulzfeld und Volkach investiert. Im laufenden Jahr wurden aber auch ungefähr elf Kilometer Rohrleitungen zwischen dem Hochwasserbehälter am Häckerwald bei Neustadt und Gutenstetten erneuert. Zum Teil kam die Leitung neben der bisherigen unter die Erde, zum Teil verläuft die neue Trasse wegen Grundstücksfragen etwas weiter entfernt.

Im kommenden Jahr steht beispielsweise die Planung für die Erneuerung von Wasserbehältern bei Karlsholz (östlich von Dinkelsbühl) und Schnelldorf, ebenfalls im Landkreis Ansbach, an.

Landrat Dobschütz sitzt nun im Verband

Bei der Verbandsversammlung wurde außerdem eine Personalie beschlossen: Dr. Christian von Dobschütz übernahm als Landratsnachfolger auch den Posten des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden der Fernwasserversorgung von seinem Vorgänger Helmut Weiß. Verbandsvorsitzende ist die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof. Qua Amt sind außerdem die Landräte der Landkreise Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Schweinfurt, Würzburg und der Oberbürgermeister von Rothenburg Verbandsräte.

Die Fernwasserversorgung gibt jährlich etwa 18 Millionen Kubikmeter Wasser ab. Trotz der zahlreichen Niederschläge in diesem Jahr rechnet der Wasserversorger damit, dass das auch in diesem Jahr nicht viel weniger sein wird.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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