„Endlich kommt wieder Leben und Licht ins Pfarrhaus“: So oder so ähnlich äußerten sich viele, die mit dabei waren, als der neue Geistliche für die evangelische Kirchengemeinde Trautskirchen in einem Gottesdienst in seinen Dienst eingeführt wurde. Der 31-Jährige ist der Nachfolger von Pfarrerin Gerhild Zeitner..
Wie das nun im einzelnen werden wird, da seien alle gespannt, erklärte Pfarrer und Senior Christian von Rotenhan. Zwar dürfe sich Philipp Fiedler eigentlich nicht Pfarrer nennen, weil er nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann „nur“ Religionspädagogik studiert hat und nicht Theologie. So trägt Fiedler im Moment die Bezeichnung „Gemeindepädagoge“, will sich aber noch weiterbilden.
Christian von Rotenhan aber meinte, unabhängig von der offiziellen Berufsbezeichnung sei es gut, „dass einer da ist, der sagt, er möchte gerade hier in Trautskirchen sein und hier wirken als Seelsorger“. Neben der halben Pfarrstelle in Trautskirchen arbeitet Philipp Fiedler noch im Evangelischen Bildungswerk in Rothenburg als Bildungsmanager.
Zu seiner Einsegnung hatte sich der neue Geistliche drei Assistenten ausgesucht, die ihm zur Seite standen und Worte aus der Heiligen Schrift verlasen. Dekanin Ursula Brecht freute sich, dass es nun in Trautskirchen wieder einen hauptamtlichen Vertreter vor Ort gibt und betonte, dass auch die Kirche sich verändert hat und man bereit sei, neue Wege zu gehen, vielfältiger und offener zu werden.
Die Dekanin würdigte auch das große Engagement Fiedlers und zeigte sich zuversichtlich, dass dieser bestimmt eigene Akzente in die Gemeindearbeit setzen werde. Vorsorglich allerdings wies sie auch darauf hin, dass Fiedler wohl ab und zu auch Grenzen ziehen müsse, da er noch viele weitere Aufgaben habe.
Nach der ersten Predigt von Philipp Fiedler begrüßten ihn etliche Grußredner. Den Anfang machte Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Raatz. Sie bezeichnete Fiedler als „sehr jungen Hirten“, der mit seiner Frau Chantal und dem in nächster Zeit zur Welt kommenden Baby „frischen Wind“ ins Pfarrhaus und ins Gemeindeleben bringen werde.
Sie freue sich darüber, dass sich Fiedler aus drei möglichen Pfarrstellen gerade für Trautskirchen entschieden habe. Und auch wenn sich „der Neue“ nicht Pfarrer nennen dürfe, vermutete Raatz, dass er, wenn er ins Pfarrhaus einzieht, „halt der Pfarrer sein wird“. Zur Begrüßung reichte sie ihm Brot und Salz. Der für den Raum Trautskirchen zuständige katholische Pfarrer Hinz aus Ansbach wünschte Fiedler ein „hörendes Herz“.
Begrüßt wurde Philipp Fiedler auch vom Kirchenvorstand, vom Gospelchor und von etlichen Trautskirchener Gemeindemitgliedern, die nach dem Gottesdienst die Möglichkeit hatten, bei einem Empfang mit dem neuen Seelsorger ins Gespräch zu kommen.