Zuzanna Czebatul ist die neue Art-Residency-Künstlerin im Wildbad | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.07.2024 17:30

Zuzanna Czebatul ist die neue Art-Residency-Künstlerin im Wildbad

Zieht über den Sommer ins Wildbad: Zuzanna Czebatul. (F.: Stini Roehrs)
Zieht über den Sommer ins Wildbad: Zuzanna Czebatul. (F.: Stini Roehrs)
Zieht über den Sommer ins Wildbad: Zuzanna Czebatul. (F.: Stini Roehrs)

Die bildende Künstlerin Zuzanna Czebatul wird kommende Woche das Atelier im Wildbad beziehen. Sie ist die Art-Residency-Künstlerin des Jahres 2024.

Am Dienstag wird sie mit ihrer Arbeit für das Art-Residency-Kunstobjekt 2024 beginnen, teilt das Wildbad mit. Seit Jahren „verleihen die Werke, die im Rahmen der Art Residency entstehen, dem Gelände und dem Gebäude des Wildbads seinen einzigartigen Charme“, finden die Verantwortlichen.

Der historische Ort werde so mit „spannenden zeitgenössischen Positionen kontextualisiert“. Die Arbeiten würden aus der Lokalität heraus entwickelt und „greifen die Geschichte und die einzigartige Atmosphäre des Wildbads in künstlerischen Statements auf“.

Zusammenhänge von Machtstrukturen

Dazu soll die Künstlerin aus Berlin, die in Polen geboren wurde, beitragen. Zuzanna Czebatuls Arbeiten seien maßgeblich von ihrem Interesse an den Zusammenhängen von Machtstrukturen und Ideologien und deren kulturellen Ausdrucksformen geprägt. Dabei gehe sie der Frage nach, wie Architektur und Denkmäler eingesetzt werden, um das Individuum innerhalb eines kollektiven Narrativs zu formen.

Gleichzeitig thematisiere sie damit die Instabilität und Vergänglichkeit gesellschaftlicher Strukturen. Für ihre Arbeit in Rothenburg möchte sich die Künstlerin mit der ehemaligen Funktion des Wildbads als Heilbad auseinandersetzen und dabei auch Bezüge zur antiken Bäderkultur herstellen, informiert das Wildbad. „In diesem Zusammenhang faszinieren Czebatul vor allem Mosaiken, Boden- und Wandgestaltungen antiker Bäder, wie beispielsweise der Caracalla-Thermen in Rom.“

Sie plant für das Wildbad ein Bodenobjekt, das die einstige Rolle des Wildbades in der ausgeprägten Geschichte der europäischen Bäderkultur aufgreift und seine Vergänglichkeit thematisiert. Zuzanna Czebatul wurde 1986 in Międzyrzecz in Polen geboren. Ihre „kritischen und doch oft humorvollen Arbeiten umfassen Werke der Skulptur, Installation und Fotografie“.

In Frankfurt und London studiert

Czebatul studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und an der Slade School of Fine Art in London. Ihre Werke wurden international in renommierten Galerien und Museen ausgestellt und laden ein, „tradierte Sichtweisen in Frage zu stellen sowie neue Perspektiven zu entdecken“.

Im August und September besteht die Möglichkeit, der Künstlerin im Rahmen des Offenen Ateliers über die Schulter zu schauen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Die Termine für die Offenen Ateliers: die Sonntage 18. August und 29. September, jeweils von 12 bis 17 Uhr.

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