Beim Baukran-Spezialisten Knoll GmbH & Co. KG mit Sitz in Schillingsfürst und Niederlassung in Weisendorf bei Erlangen gibt es eine große Veränderung. So wird das Unternehmen zum 1. Dezember von der BKL Baukran Logistik GmbH mit Zentrale in Forstinning bei München und Standorten in ganz Deutschland übernommen.
Der Schillingsfürster Betrieb mit aktuell rund 30 Mitarbeitern besteht seit 1976. Er war damals aus einer ortsansässigen Baufirma mit langer Tradition hervorgegangen. Knoll vermietet Autokrane und führt Aufträge für Schwer- und Sondertransporte sowie für Industriemontagen aus.
Am Standort Schillingsfürst und auch in der Weisendorfer Niederlassung mit ihren aktuell sechs Beschäftigten wird laut Pressemitteilung unter dem neuen Firmendach alles weiterlaufen wie gewohnt. Die Belegschaft werde komplett von der BKL-GmbH übernommen, hieß es. Gleiches gelte für die aus rund 25 Spezialkranen, zehn Lkw sowie 20 Hebebühnen bestehende Maschinenflotte. Zusätzlich könnten durch die Vernetzung mit BKL neue Maschinendienstleistungen verfügbar gemacht werden.
Der Zusammenschluss habe strategische Gründe. Die Auftragslage sei zuletzt sehr gut gewesen, erklärte auf Anfrage der Redaktion der bisherige Inhaber Hans-Peter Knoll, der nach eigenem Bekunden bis März 2024 die neue Geschäftsführung beratend unterstützen wird. Natürlich sei diese Übernahme ein Einschnitt in der Geschichte des Familienunternehmens, so der 69-Jährige. Der Schritt, das sei ihm wichtig, erfolge allerdings selbstbestimmt aus einer starken wirtschaftlichen Position heraus. Diese Weichenstellung sei notwendig gewesen, da sich innerhalb der Familie keine Möglichkeit ergeben habe, das Unternehmen in der nächsten Generation fortzuführen.
Gesprächsthema in Schillingsfürst war die Traditionsfirma erst vor kurzem aus einem anderen Grund gewesen, und zwar wegen eines Schwelbrands, der am Samstag auf dem Firmengelände ausbrach. Eine Streife der örtlichen Sicherheitswacht hatte das Feuer gegen 14.15 Uhr entdeckt. Durch die schnelle Alarmierung konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern.
Als Ursache wurde laut Polizei ein technischer Defekt an einer mobilen Hebebühne vermutet. Neben dieser waren auch die Fahrzeughalle und ein daneben geparkter Turmdrehkran beschädigt worden. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe sei nach wie vor unklar, erklärte Inhaber Knoll gegenüber der Redaktion. Er dankte den beiden ehrenamtlichen Sicherheitswachtkräften sowie der Feuerwehr für das schnelle Reagieren. Gleiches tat gegenüber der Redaktion auch Bürgermeister Michael Trzybinski.