Bayerns Gesundheitsministerin weiht Kurzzeitpflege in Feuchtwangen ein | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 07.10.2025 18:00

Bayerns Gesundheitsministerin weiht Kurzzeitpflege in Feuchtwangen ein

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (6. von links) freute sich zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kirche sowie den Verantwortlichen des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen, dass mit der neuen Kurzzeitpflege eine Versorgungslücke geschlossen werden konnte.  (Foto: Jasmin Kiendl  )
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (6. von links) freute sich zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kirche sowie den Verantwortlichen des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen, dass mit der neuen Kurzzeitpflege eine Versorgungslücke geschlossen werden konnte. (Foto: Jasmin Kiendl )
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (6. von links) freute sich zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kirche sowie den Verantwortlichen des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen, dass mit der neuen Kurzzeitpflege eine Versorgungslücke geschlossen werden konnte. (Foto: Jasmin Kiendl )

Seit 1. Oktober ist die stationäre Kurzzeitpflege „Zeitinsel” unter Trägerschaft des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen in Betrieb. Acht Gäste nutzen das Angebot derzeit. Jetzt fand die offizielle Einweihung statt – mit Judith Gerlach, der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention.

Neben dem Ehrengast aus München konnte der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Wigbert Lehner, außerdem zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft begrüßen. Lehner erinnerte an den einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung, die Kurzzeitpflege zu realisieren. Er hob insbesondere das Engagement von Geschäftsführerin Irina Reim und seines Stellvertreters, Feuchtwangens drittem Bürgermeister Herbert Lindörfer, bei dem Projekt hervor. Lindörfer sprach von einer Gemeinschaftsleistung.

„Ein wichtiges Zeichen gesetzt”

Mit der Kurzzeitpflege mit 22 Plätzen in den Räumen der Praxisklinik werde ein wichtiges Zeichen für die pflegerische Versorgung in der Region gesetzt, betonte Irina Reim. Ziel sei es, Menschen mit Pflegebedarf durch eine vorübergehende Betreuung zu unterstützen und pflegende Angehörige dadurch zu entlasten.

Kurzzeitpflege sei eine große Aufgabe. Ständig würden neue Gäste mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufgenommen. Diese Dynamik verlange den Mitarbeitenden „täglich ein hohes Maß an Professionalität, Anpassungsfähigkeit und Herzblut ab”, sagte die Geschäftsführerin und unterstrich: „Pflege ist Beziehung, Zuwendung und Menschlichkeit.”

Mut des Vereins für Gemeindediakonie gelobt

Auch Gerlach ging auf die Herausforderungen für das Personal ein. Es brauche Gespür für Menschen. Den Gästen müsse das Gefühl vermittelt werden, dass sie willkommen und gut aufgehoben sind. Kurzzeitpflege sei eine wertvolle Unterstützung in einer Zeit, in der die Pflegebedürftigkeit zunehme. Die Staatsministerin freute sich, dass mit der Einrichtung in Feuchtwangen eine Versorgungslücke geschlossen werden kann. Bemerkenswert fand Gerlach, dass die Kurzzeitpflege ohne Förderung nach der Richtlinie „Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNahFöR“ umgesetzt wurde.

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster und Landrat Dr. Jürgen Ludwig lobten den Mut des Vereins für Gemeindediakonie, dieses wichtige Projekt anzupacken und zu realisieren. Auch Bürgermeister Patrick Ruh würdigte die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Explizit dankte er dem Landrat für dessen Unterstützung bei der Anmietung der Räume in der Praxisklinik an der Ringstraße, in denen bis 2021 ANregiomed selbst eine Kurzzeitpflege betrieben hatte.

„Gelebte Nächstenliebe”

Für Dekanin Uta Lehner ist die Kurzzeitpflege „Zeitinsel” gelebte Nächstenliebe. Sowohl Menschen mit Pflegebedarf als auch pflegende Angehörige bekämen Zeit geschenkt. Die Segnung der neuen Einrichtung übernahmen Pfarrer Wigbert Lehner und Stadtpfarrer Christoph Matejczuk.

Geleitet wird die „Zeitinsel” von Lisa Egelkraut und deren Stellvertreterin Annette Franke. Zu dem insgesamt rund 20-köpfigen Team gehören neben Pflegefach-, Pflegehilfs- und Betreuungskräften auch Mitarbeitende im hauswirtschaftlichen Bereich.

Anmeldungen für die Kurzzeitpflege werden unter der Telefonnummer 09852/678890 entgegengenommen.

north