Seit November laufen am Haus der Diakonie in Dinkelsbühl die Bauarbeiten für die neue Tagespflege. Nach fünf Monaten wurde nun das Richtfest gefeiert. Ende August soll der Anbau mit 20 Plätzen fertig sein; die Eröffnung ist für Mitte Oktober geplant, so Georg Habelt, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenpflegevereins.
Der Staat als Fördergeldgeber hat dem Bauherrn, dem Krankenpflegeverein, eine kurze Bauzeit auferlegt. Insoweit sei es erfreulich, dass ohne größere Pausen nun eine weitere Etappe geschafft sei, so Habelt. Er dankte den Spendern für die bislang geleistete Unterstützung. Es gebe aber noch Bedarf. „Jeder Euro tut uns gut“, so der Geschäftsführer, der von einer Deckungslücke in Höhe von 570.000 Euro sprach. Die Baukosten sind auf 1,4 Millionen Euro veranschlagt, 500.000 Euro bekommt der Verein an Zuschuss vom Landesamt für Pflege.
Für den Betrieb der Tagespflege sind bereits erste personelle Weichen gestellt. Laut Habelt ist die Stelle der Pflegedienstleitung besetzt; auch für den Posten der Stellvertretung gebe es eine Kraft. Für noch offene Stellen liegen Bewerbungen vor. Hier sollen in den nächsten Tagen die Entscheidungen getroffen werden. Außerdem gibt es eine Warteliste, auf der die künftig zu Betreuenden vorgemerkt werden können. Auch wenn das Projekt vom Evangelischen Krankenpflegeverein gestemmt werde, sei das Angebot überkonfessionell angelegt, teilte Habelt nach der Feier des Richtfestes der FLZ mit.
Dekan Uland Spahlinger wertete den Bau der Tagespflege als Zeichen von Heil und Heilung. Es entstehe ein Schutzraum und ein Hilfezentrum. Man werde viele Plätze brauchen, um den Senioren eine gute Obhut zu gewähren und pflegende Angehörige zu entlasten.
OB Dr. Christoph Hammer sah das Projekt als Teil einer sozialen Stadt. In dieser Richtung sei in Dinkelsbühl in den vergangenen Jahren bereits viel passiert. Bezug nehmend auf die stationäre und ambulante Versorgung hob der Rathauschef hervor, dass auch in Zukunft um die Angebote vor Ort gekämpft werden müsse.
Geplant hat den 300 Quadratmeter großen Anbau das Dinkelsbühler Architekturbüro ATB. Neben einem Wohn- und Essbereich gibt es zwei Ruheräume.