Die Energieagentur Triesdorf tritt einem Beraternetzwerk bei | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.05.2025 17:56

Die Energieagentur Triesdorf tritt einem Beraternetzwerk bei

Erich Maurer von den Bayerischen Energieagenturen, Bezirksrat Hans Popp, Landtagsabgeordneter Helmut Schnotz, Leiter der LLA Markus Heinz, Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber, Abteilungsleiter Norbert Bleisteiner, Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Staatssekretär Tobias Gotthardt, Umweltreferatsleiter Daniel Goltz, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, Bezirksverwaltungsdirektorin Manuela Eppe-Sturm und Bezirksrat Armin Kroder freuen sich über das Beratungsangebot der Energieagentur Triesdorf. (Foto: Stefan Neidl)
Erich Maurer von den Bayerischen Energieagenturen, Bezirksrat Hans Popp, Landtagsabgeordneter Helmut Schnotz, Leiter der LLA Markus Heinz, Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber, Abteilungsleiter Norbert Bleisteiner, Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Staatssekretär Tobias Gotthardt, Umweltreferatsleiter Daniel Goltz, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, Bezirksverwaltungsdirektorin Manuela Eppe-Sturm und Bezirksrat Armin Kroder freuen sich über das Beratungsangebot der Energieagentur Triesdorf. (Foto: Stefan Neidl)
Erich Maurer von den Bayerischen Energieagenturen, Bezirksrat Hans Popp, Landtagsabgeordneter Helmut Schnotz, Leiter der LLA Markus Heinz, Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber, Abteilungsleiter Norbert Bleisteiner, Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Staatssekretär Tobias Gotthardt, Umweltreferatsleiter Daniel Goltz, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, Bezirksverwaltungsdirektorin Manuela Eppe-Sturm und Bezirksrat Armin Kroder freuen sich über das Beratungsangebot der Energieagentur Triesdorf. (Foto: Stefan Neidl)

Aufklären, Potenziale analysieren, Mögliches aufzeigen und die Umsetzung begleiten, ist die Aufgabe der Energieagentur Triesdorf. Gegründet im August 2024, ist sie nun dem Beraternetzwerk „Team Energiewende Bayern“ beigetreten.

Mammutprojekt Energiewende – allen Gemeinden ist auferlegt, je nach Größe bis spätestens zum 30. Juni 2028 einen kommunalen Wärmeplan aufzustellen. Wie viel Unsicherheit und Verwirrung bei Energiereformen entstehen kann, hat sich schon im Gebäudeenergiegesetz, auch bekannt als Heizungsgesetz, gezeigt.

Darum gibt es Organisationen, die Kommunen, Unternehmen und Privatleute beraten sollen. Eine solche Energieagentur hat sich im August 2024 in Triesdorf gegründet. Nun tritt diese dem Netzwerk „Team Energiewende Bayern“ bei. Dieses wurde 2020 vom bayerischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen und soll die Umsetzung von Energieprojekten unterstützen.

Bezirkstagspräsident Forster: „Kommunen brauchen Beratung”

Die Energieagentur ist am Fachzentrum für Energie und Landtechnik (FEL) der Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) Triesdorf angegliedert. In einer Auftaktveranstaltung zum Netzwerkbeitritt betonte deren Leiter Markus Heinz: „Der Beratungsbedarf zur Energiewende ist ungebrochen.“ Das Ziel sei es, den Wandel mit den Menschen gemeinsam zu gestalten.

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster sieht einen Konsens über Parteigrenzen hinweg für die Energiewende, auch wenn man sich über das Wie noch nicht einig sei. Er setzt auf Mitbestimmung: „Es geht nur mit den Kommunen. Aber das Thema Energie ist so komplex, dass sie Beratung brauchen.“ Besonders lobte Forster Bezirksrat Hans Popp für seinen Einsatz zur Gründung der Energieagentur.

Die Energiewende sei ein großer und schwieriger Schritt: „Es sind viele Fehler gemacht worden und passieren auch heute noch.“ Forster nahm Bezug auf die landesweiten Stromausfälle in Spanien und Portugal: „Das soll uns hier nicht widerfahren.“

Staatssekretär Tobias Gotthardt vertrat das bayerische Wirtschaftsministerium: „Wir müssen die Energiewende mit den Menschen machen, nicht gegen sie.“ Deutschland habe den Anspruch, das intelligenteste Energienetz der Welt zu haben. Bayern setze auf lokal verfügbare Quellen: „Wir wollen auch auf Biogas und Wasserkraft setzen.“ Der Freistaat sei damit erfolgreich: „Wir beziehen in Bayern 70 Prozent aus erneuerbaren Energien.“

Norbert Bleisteiner, Abteilungsleiter des FEL, erklärte die Angebote der Energieagentur. Die beiden erfahrenen Mitarbeiter Julian Abel und Klaus Härterich sehen sich die Situation vor Ort an, entschlüsseln Potenziale, entwerfen Machbarkeitsstudien und begleiten die Umsetzung. Ein Paradebeispiel sei die Entwicklung eines neuen Energiekonzepts für das Evangelische Bildungszentrum Hesselberg.

Bleisteiners Credo: „Nur mit Vorschriften durch die Politik geht es nicht. Die Leute müssen mitmachen. Ohne sie scheitert die Wärmewende.“ Darum setzt er darauf, frühzeitig Informationen zu liefern, beispielsweise durch Info-Veranstaltungen.

Wärmeplanung soll kein Papiertiger werden

Bürgermeister Willi Albrecht ist stolz auf die LLA in Triesdorf, „mitten in der Keimzelle von Photovoltaik und Biogas“. Kürzlich war er auf einer Infoveranstaltung mit 175 Bürgern, die sich beraten lassen wollten. Für Albrecht ist es wichtig, dass hier Profis helfen: „Bis 2028 müssen wir eine kommunale Wärmeplanung aufstellen. Diese soll kein Papiertiger werden.“

Der Windpark Wolframs-Eschenbach produziert 3,5 Megawatt. Bürgermeister Michael Dörr bekräftigte, dass dies auch eine wichtige Einnahmequelle sein könne. Für ihn ist Transparenz wichtig: „Oft herrscht nur Halbwissen bei den Menschen.“ Gesetze der Ampel hätten diese verunsichert. „Ein Überstülpen von Regeln führt zu Ablehnung. Darum muss man Infos liefern.“ Auch ein Verweis auf mögliche wirtschaftliche Vorteile könnte helfen, schließlich solle ab 2027 der CO₂-Preis steigen.

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