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Veröffentlicht am 12.05.2022 06:45

Eine von drei hat noch eine Chance

Zweimal ein Nein und ein Vielleicht – von drei im Gemeindebereich von Markt Bibart geplanten Solarstrom-Freiflächenanlagen ist nur noch eine im Rennen.

Das Ratsgremium lehnte es in seiner Sitzung in dieser Woche mit großer Mehrheit ab, für ein am Holzberg, nördlich von Altmannshausen und Altenspeckfeld, geplantes Projekt einen Aufstellungsbeschluss zu fassen. Dieser wäre die Voraussetzung, um ein Bauleitplanverfahren starten zu können.

„Diskutiert haben wir genug“, sagte Bürgermeister Klaus Nölp. Das fand auch sein CSU-Parteikollege Reinhold Schwab. Er verwies auf den Kriterienkatalog, den sich die Gemeinde für derlei Vorhaben gegeben hatte. Schwab sah zwei zentrale Punkte als nicht erfüllt an: Die Anlage sei neben der Bundesstraße 8 zu sichtbar und störe das Landschaftsbild, und die Bürgerbeteiligung sei in zu geringem Maße gewährleistet. SPD-Rat Fabian Wiederer stimmte zu und wies darauf hin, dass in Markt Bibart bereits fast viermal so viel Strom produziert werde, wie verbraucht werde.

Stellvertretender Bürgermeister Markus Stubenrauch (UWG) war anderer Meinung. Er räumte zwar ein, dass die Bürgerbeteiligung besser geregelt sein könnte. Dennoch: Er könne „keinen großen Verstoß zu unseren Kriterien erkennen“, sagte Stubenrauch. Er merkte an, man müsse beim Thema nachhaltige Energieversorgung „das machen, was man machen kann“. Der Vizebürgermeister stand jedoch mit seiner Meinung alleine. Das galt auch für eine weitere, bei Enzlar beantragte Anlage.

Noch nicht vom Tisch, aber auch noch nicht befürwortet ist eine Agro-Solarstromanlage an der Bahnlinie zwischen Oberlaimbach und der Fuchsau. Die Fläche sei eigentlich nicht einsehbar, sagte Schwab; wenn die Module jedoch tatsächlich acht Meter hoch aufgeständert würden, sähe das eventuell anders aus. Er bat um einen Ortstermin. Stephan Sembritzki (UWG) war zwar unklar, woher Schwab die Höhe von acht Metern nahm, doch mit einer Ortsbesichtigung waren alle einverstanden.

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Nicht nur wegen dieser Vertagung wird das Thema Freiflächen-Solaranlagen den Rat weiter beschäftigen. Bürgermeister Nölp merkte an, der Gemeinde lägen „schon zwei weitere Anfragen, eigentlich schon drei“ vor.

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