Freilandmuseum Bad Windsheim startet in die Saison: Das sind neue Highlights 2026 | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 12.03.2026 12:00

Freilandmuseum Bad Windsheim startet in die Saison: Das sind neue Highlights 2026

Am 14. März startet das Fränkische Freilandmuseum in die neue Saison.  (Foto: Nicole Gunkel)
Am 14. März startet das Fränkische Freilandmuseum in die neue Saison. (Foto: Nicole Gunkel)
Am 14. März startet das Fränkische Freilandmuseum in die neue Saison. (Foto: Nicole Gunkel)

Mit neuen Angeboten und unter neuer Leitung startet das Fränkische Freilandmuseum in die Saison. Sie geht unter anderem mit einem Doppeljubiläum in der Spitalkirche einher und hält ein Kindergeburtstags-Programm für den begeisterten Feuerwehrnachwuchs bereit.

Auftakt ist am Samstag, 14. März. Besucher dürfen sich auf neue Höhepunkte und Altbewährtes mit frischen Ideen freuen. Museumsleiterin Professorin Karin Falkenberg und Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster stellten das breit gefächerte Programm für Jung und Alt vor.

Ein Testlauf für die Landesgartenschau

Premiere feiert bereits am Samstag ein Saatgutmarkt im neuen KulturBauhof als eine Art Testlauf für die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim. Neu und einer der Höhepunkte sind die Sternenspaziergänge durch das abendliche Museumsgelände. Inhalte der von Diplom-Physiker Thomas Storch angebotenen Rundgänge werden Galaxien und Kometen sowie verschiedene Sternbilder sein.

Der Sommerabend war schon immer ein Besuchermagnet im Fränkischen Freilandmuseum. 2026 wird das beliebte Event ausgedehnt und geht über das bekannte Programm hinaus. Am 11. und 12. Juli werden Mitglieder von Living-History-Gruppen in den Baugruppen Mittelalter und Regnitzfranken-Frankenalb zu sehen und zu erleben sein. Die Darsteller beleben Werkstätten und erzählen, wie um 1800 gelebt und gearbeitet wurde. Dazu erzählen in ausgewählten Häusern Mitglieder aus dem Team der Museumsführerinnen und -führer Geschichten der früheren Hausbewohner.

Gleich ab 15. März ist die neue Sonderausstellung „Lichtblicke“ zu sehen. Eine Kulturgeschichte der Beleuchtung zeigt die Entwicklung des künstlichen Lichts. Die Präsentation spannt den Bogen vom Kienspanhalter über die Talglampe bis hin zur ersten Glühbirne. Sie zeigt eindrucksvoll, wie Licht nicht nur die Häuser erhellte, sondern auch den Arbeitsrhythmus und das soziale Miteinander der Menschen grundlegend veränderte. Erweitert wird das Ausstellungsjahr ab 28. März durch die Schau „Haushuhn, Holle, Heckenrose! Schulwandbilder des 20. Jahrhunderts“, die einen nostalgischen wie lehrreichen Rückblick auf die Bildungsgeschichte wirft.

Wie kommen Häuser ins Museum?

Neu in dieser Museumssaison ist eine Ausstellung im KulturBauhof, die die häufig gestellte Frage beantwortet, wie die Häuser in das Museum kommen: Der Begriff „Translozierung“ wird mit Leben gefüllt, die Dauerausstellung wird im Sommer eröffnet.

Das Baugeschehen im Gelände des Freilandmuseums konzentriert sich in diesem Jahr auf den Trafoturm aus Leutershausen (1911). Trafotürme waren die Schnittstellen zwischen dem regionalen Stromnetz und einzelnen Haushalten. Der Wiederaufbau findet in der Baugruppe Technik und Gewerbe statt, die Eröffnung ist für 2027 geplant. In der Baugruppe Altmühlfranken geht der Wiederaufbau der Scheune aus Reuth am Wald weiter, der vom Förderverein Fränkisches Freilandmuseum maßgeblich unterstützt wird.

Rundgänge für alle Altersgruppen

Tiefergehende Einblicke eröffnet das umfangreiche Führungsangebot des Freilandmuseums mit Rundgängen für alle Altersgruppen. Neu in diesem Bereich ist das Kindergeburtstagsprogramm „Feuer und Flamme – Feuerwehr wie anno dazumal“. Hinzu kommen Veranstaltungsklassiker wie das Herbstfest (19. und 20. September) und die Mittelaltertage (2. bis 4. Oktober).

Einen Schwerpunkt im Museumsjahr bildet das 20. Jubiläum des Museums Kirche in Franken, das am 19. Juli mit einem Festakt und am 20. Juli mit einem öffentlichen Symposium gefeiert wird. Gleichzeitig wird der 35. Geburtstag des Fördervereins Spitalkirche begangen. Bereits ab Saisonauftakt sorgen beispielsweise Skulpturen der Nürnberger Künstlerin Meide Büdel für eindrucksvolle Kunstbegegnungen. Die Jahresausstellung „Care” beschäftigt sich ab Anfang Mai mit dem Thema Fürsorge vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

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