Freundeskreis für die Landesgartenschau in Bad Windsheim gegründet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 31.01.2025 07:00

Freundeskreis für die Landesgartenschau in Bad Windsheim gegründet

Der Vorstand des „Freundeskreises Landesgartenschau Bad Windsheim“ (von links): Helga Malcher, Alexandra Arold, Birgit Grübler, Christa Maurer, Ludger Brake, Jürgen Heckel und Oliver Späth. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Der Vorstand des „Freundeskreises Landesgartenschau Bad Windsheim“ (von links): Helga Malcher, Alexandra Arold, Birgit Grübler, Christa Maurer, Ludger Brake, Jürgen Heckel und Oliver Späth. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Der Vorstand des „Freundeskreises Landesgartenschau Bad Windsheim“ (von links): Helga Malcher, Alexandra Arold, Birgit Grübler, Christa Maurer, Ludger Brake, Jürgen Heckel und Oliver Späth. (Foto: Sylvia Fehlinger)

Auf neuen Schwung darf die im Jahr 2027 geplante Landesgartenschau mit der Gründung des „Freundeskreises Landesgartenschau Bad Windsheim“ hoffen. Dazu waren am Mittwoch über 60 engagierte Bürger in den Rathaussaal gepilgert, um diesem noch zarten Pflänzchen wieder mehr Mut zum Gedeihen einzuhauchen.

Nachdem die Bad Windsheimer Landesgartenschau schon einige Male totgesagt worden war, ergriff ein kleiner Kreis von Alt- und Neubürgern die Initiative, um wieder eine positive Aufbruchsstimmung zu erzeugen – also die Bevölkerung für die Schau zu begeistern und bei deren Planung mitzunehmen.

Positive Folgen für die Stadt schaffen

Ludger Brake (68), der seit zwei Jahren seinen Ruhestand in Bad Windsheim genießt, verheiratet ist sowie drei Kinder und vier Enkelkinder hat, tat sich mit alteingesessenen Windsheimern zusammen, um den Freundeskreis zu gründen. Unter den Initiatoren findet sich etwa auch Christa Maurer, Ehefrau von Pfarrer i. R. Alfred Maurer, die 30 Jahre lang als Lehrerin gearbeitet hatte.

In seiner Eröffnungsansprache betonte Brake: „Wir sind heute hier, um all den Miesmachern, Nörglern, Pflichtvergessenen und Ewiggestrigen zu zeigen, dass wir, wenn wir uns gemeinsam als Bürger dieser schönen Stadt in einem Freundeskreis engagieren, damit so viel Gutes bewegen können, dass unsere Kinder und Enkel auch in 30 oder 50 Jahren noch sagen können: ,Gut, dass es euch damals gegeben hat.‘“

„Innovativ, kreativ und zukunftsweisend”

Christa Maurer ergänzte: „Wir als Freundeskreis der Landesgartenschau möchten mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam innovativ, kreativ und zukunftsweisend den Weg unserer Stadt zur Landesgartenschau mitgestalten. Dabei ist uns eine wertschätzende und behutsame Weiterentwicklung des Kurviertels, die Einbindung der historischen Altstadt und des Fränkischen Freilandmuseums wichtig.“

Birgit Grübler, Geschäftsführerin der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH, unterstrich: Die Schau „lebt vom Ehrenamt, ohne deren Einsatz ließe sich nicht alles, was geplant ist, bewerkstelligen. Wir werden diesen Freundeskreis daher intensiv unterstützen.“ Bürgermeister Jürgen Heckel freute sich zudem, „dass so viele Ehrenamtliche gekommen sind, um ihre Unterstützung anzubieten“.

Anschließend erfolgte die Gründung des Vereins unter penibler Beachtung aller gesetzlicher Vorschriften. Deswegen durfte der Vorstand nur aus dem Kreise jener elf Personen gewählt werden, der diese Gründungsversammlung vorbereitet hatte. Im Zuge einer Blockabstimmung wurden schließlich Ludger Brake als Vorsitzender, Christa Mauerer als seine Stellvertreterin, Alexandra Arold als Schriftführerin, sowie Helga Malcher und Oliver Späth als Beisitzer gewählt. Der Kassier will seinen Namen nicht in der Zeitung erwähnt haben.

Warteschleife für weitere Gründungsmitglieder

Ein bisschen enttäuscht waren mehrere Bürgerinnen und Bürger, die ins Rathaus geeilt waren, um ihr Engagement gleich zu Beginn aktiv in den Verein mit einzubringen. Vor Ort erfuhren sie, dass sie zwar einen Mitgliedsantrag stellen könnten, dieser müsste aber erst – wegen der bürokratischen Auflagen – vom Vorstand genehmigt werden.

Bei der zeitnah geplanten Mitgliederversammlung wird sich wohl zeigen, ob alle an dem Freundeskreis Interessierten wiederkommen und sich nicht von den bürokratischen Hürden abschrecken ließen. Immerhin hatte Ludger Brake allen Besuchern zugesichert, dass „jeder, der heute anwesend ist, vom Verein als Gründungsmitglied geführt wird“.


Von Sylvia Fehlinger
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