Hochwasser an Wörnitz und Sulzach: Feuerwehr zieht Autos aus Fluten | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.06.2024 14:36, aktualisiert am 06.06.2024 15:12

Hochwasser an Wörnitz und Sulzach: Feuerwehr zieht Autos aus Fluten

Auf der Strecke zwischen Wittelshofen und Ruffenhofen stand das Wasser kurz vor dem Ortseingang. (Foto: Tizian Gerbing)
Auf der Strecke zwischen Wittelshofen und Ruffenhofen stand das Wasser kurz vor dem Ortseingang. (Foto: Tizian Gerbing)
Auf der Strecke zwischen Wittelshofen und Ruffenhofen stand das Wasser kurz vor dem Ortseingang. (Foto: Tizian Gerbing)

Der Starkregen hat auch am Montag noch Auswirkungen auf die Region. Vor allem in Wittelshofen (Landkreis Ansbach) uferten Sulzach und Wörnitz stark aus. Die Zufahrt in Richtung Ruffenhofen war laut Augenzeugen gesperrt. In Gerolfingen trat die Wörnitz über die Ufer.

Wie die Integrierte Leitstelle (ILS) Ansbach auf Nachfrage der FLZ mitteilte, gab es am Montagmorgen bereits mehrere Einsätze der Feuerwehr. Diese begannen ab etwa 5 Uhr morgens. Betroffen waren die Orte Untermichelbach, Reichenbach, Schopfloch und die Strecke zwischen Wittelshofen und Ruffenhofen. Wie ein Sprecher am Telefon vermutete, seien viele Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit wohl eher auf den kleineren Wegen gefahren, was ihnen zum Verhängnis wurde.

Insgesamt hatten die Feuerwehren eine Handvoll Einsätze, bei denen Autos aus dem Wasser gezogen wurden. Bei einem Einsatz wurde ein Gebäude gesichert, so der Sprecher. Die Feuerwehr Wittelshofen war gleich mehrmals gefragt und machte sich von einem Einsatz auf zum nächsten, hieß es.

Wasser stand bis zur Oberkante der Fahrertür

Während man zunächst davon ausging, dass in keinem Fall Menschen in Gefahr geraten waren, muss dies für ein Vorkommnis, das erst am Mittwoch polizeibekannt wurde, etwas relativiert werden. Wie die Dinkelsbühler Polizeiinspektion mitteilte, war am Montagmorgen kurz nach 5 Uhr ein 57-Jähriger mit seinem Auto im Bereich der Schmalzmühle bei Reichenbach ins Wörnitz-Hochwasser geraten. Das Wasser stand seinem Auto bis zur Oberkante der Fahrertür, und er konnte sich selbst nicht mehr befreien. Die Gerolfinger Feuerwehr barg schließlich Auto und Fahrer.

Am Gefährt des 57-Jährigen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 10.000 Euro. Den Faher erwartet nun ein Bußgeld - und die Einsatzkosten der Feuerwehr, merkte die Polizei an.

Den letzten Einsatz verzeichnete die ILS gegen 10 Uhr in Reichenbach. Das Wasser stand jedoch an vielen Stellen weiterhin noch eine ganze Zeit lang. Die Gemeinde Gerolfingen berichtete von Sperrungen zweier Brücken. Es handelt sich um die Brücken in Richtung Aufkirchen und Irsingen.

Wie die Polizeiinspektion Dinkelsbühl außerdem am Dienstag in ihrem Bericht ergänzte, gab es in den vergangenen Tagen auch mehrere Polizeieinsätze im Zusammenhang mit dem Hochwasser. Grund dafür waren Autofahrer, die „die Hochwassersperrungen missachtet haben“.

Hilfe von Landwirten gesucht

Gemeinsam mit den Feuerwehren Wittelshofen und Untermichelbach wurde daher am Montag gegen 9.20 Uhr ein Kleintransporter aus dem Überschwemmungsgebiet der Sulzach geborgen. Der Fahrer blieb laut Polizei unverletzt, am Motor des Lieferwagens entstand ein Sachschaden. Betriebsstoffe seien nicht ausgelaufen.

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Um 10.51 Uhr wurde der Polizei am Montag ein Auto gemeldet, das „herrenlos“ im Graben neben der Ortsverbindungsstraße zwischen Reichenbach und Wassertrüdingen trieb. Hier kam die Feuerwehr aus Fürnheim zum Einsatz, heißt es. Der Pkw wurde abgeschleppt, auch hier liefen aber keine Betriebsstoffe aus, so die Polizei.

Die betroffenen Fahrer erwartet nun laut Polizei ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren mit entsprechendem Bußgeld. Zudem gab die Dinkelsbühler Polizei bekannt, dass weitere in Not geratene Autofahrer am Montag sich noch vor Eintreffen der „eh schon ausgelasteten polizeilichen Einsatzkräfte“ Hilfe von in der Nähe befindlichen Landwirten organisierten.


Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin in Ansbach
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