Mönchsondheim: Die Kirchenburg öffnet bald wieder | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.03.2025 18:00

Mönchsondheim: Die Kirchenburg öffnet bald wieder

Zahlreiche historische Originalgebäude – hier das ehemalige Rathaus aus dem Jahr 1557 – können auf einem Rundgang durch’s Freilandmuseum besichtigt werden. (Foto: Freilandmuseum/Viktor Meshko)
Zahlreiche historische Originalgebäude – hier das ehemalige Rathaus aus dem Jahr 1557 – können auf einem Rundgang durch’s Freilandmuseum besichtigt werden. (Foto: Freilandmuseum/Viktor Meshko)
Zahlreiche historische Originalgebäude – hier das ehemalige Rathaus aus dem Jahr 1557 – können auf einem Rundgang durch’s Freilandmuseum besichtigt werden. (Foto: Freilandmuseum/Viktor Meshko)

Das Kirchenburgmuseum Mönchsondheim steht in den Startlöchern: am Dienstag, 1. April, beginnt die neue Museumssaison, so das Museum in einer Pressemitteilung. Besucher können dort erkunden, wie sich das frühere Leben und Arbeiten in einem mainfränkischen Dorf gestaltet hat.

Das ist auch der Kern des Museums. Rund um die Kirchenburg mit der Dorfkirche – die den Mittelpunkt des Museums bildet – gruppieren sich ehemalige Wohn-, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude des Ortes. „Einzigartig ist: Jedes der Häuser steht an seinem ursprünglichen Standort“, so das Museum. Dazu gibt es Dauerausstellungen zum „Weinbau in Franken“, der „Landwirtschaft im Jahreslauf“, dem „Mainfränkischen Dorf“, „Altem Handwerk“ und zu „Historischen Kirchenburgen“.

Korbmacherei und das Vereinswesen

Dieses Jahr will das Museum natürlich wie üblich auch wieder etwas Neues bieten. Deswegen gibt es von April bis Ende November zwei Sonderausstellungen. Die erste heißt „Rumgekommen“. Sie greift die Entwicklung der Korbmacherei und des Korbhandels auf und zeigt Flechtmaterialien und Flechttechniken, die aus aller Welt ihren Weg nach Deutschland fanden. Die zweite Sonderausstellung heißt „Nichts bleibt, wenn sich keiner drum kümmert“ und widmet sich dem Förderverein des Kirchenburgmuseums Mönchsondheim, der 2025 sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. Begleitend dazu werden szenische Führungen „Verein im Wandel – 50 Jahre Vereinsgeschichte“ am 15. Juni und 19. Oktober angeboten.

„Ergänzend zu seinen Ausstellungen nimmt das Freilandmuseum die sich stetig steigernde Nachfrage nach Naturerlebnissen in den Blick“, so die Verantwortlichen in der Mitteilung. Deswegen wurde der „Zeit-Wandel-Weg“ ins Leben gerufen. Dieser soll einen kulturellen Streifzug durch das Dorf und die Flur Mönchsondheims bieten.

Drei neue, beschilderte Wanderwege

Dabei handelt es sich um drei abwechslungsreiche Wanderwege, ausgehend von der Dauerausstellung im Freilandmuseum mit vier beziehungsweise zwei Kilometern Länge. „Sie zeigen anhand großformatiger Tafeln einen vielfältigen Einblick, wie sich die Natur- zu einer Kulturlandschaft im Laufe der Epochen entwickelt hat“, erklärt das Museum. Die Wanderkarten sind beim Besucher-Service erhältlich. Zudem wurde eine Sonderführung konzipiert, die am 1. Juni und am 21. September jeweils von 14 bis 15.30 Uhr angeboten wird.

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Das Museumsteam möchte zudem sein Jahresprogramm vorstellen. Neben zahlreichen Themen-, Erlebnis- und Sonderführungen werden verschiedene Workshops angeboten. Wer etwas zur alten Kunst des Destillierens (19. Juli) oder zum Revival von vergessenen Gemüsen in Beet und Backofen (13. September) erfahren möchte, ist bei den „Natur auf der Spur“-Workshops richtig. Bei den „Gewusst wie ..?“-Mitmachprogrammen geht es um historischen Schulunterricht (19. April und 18. Oktober) Im ehemaligen Schulgebäude aus dem Jahr 1927 lernt man die Grundzüge der altdeutschen Sütterlin-Schrift kennen. Außerdem können Interessierte am Osterwochenende mehr zu historischen Osterbräuchen erfahren. Auf Kinder warten zusätzlich überall im Freilandmuseum etliche Rätselstationen.

Führungen zu unterschiedlichen Themen

Die Führungen starten am Sonntag, 13. April, mit Wissenswertem zur früheren Vorratshaltung auf dem Land und finden dann regelmäßig an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat zu unterschiedlichen Themen statt.

Das Freilandmuseum kann dienstags bis sonntags sowie feiertags jeweils von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Aktuelle Informationen zu allen Veranstaltungen und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite www.kibu-museum.de oder telefonisch unter 09326/9799590.


Von Valentin Brendler
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