Der Sinnenweg in Bruckberg lockt nicht nur einheimische, sondern auch viele auswärtige Besucher an. Mittlerweile ist die barrierefreie Attraktion aber etwas in die Jahre gekommen. Der Gemeinderat hat deshalb beschossen, die Umgestaltung für das Regionalbudget einzureichen und den Weg mit neuen Geräten aufzuhübschen.
Bürgermeisterin Ursula Weiß sprach sich für eine Kombination aus Instandsetzung und Erneuerung aus, denn neue Attraktionen würden auch wieder mehr Besucher anlocken, so ihre Hoffnung.
Gemeinderätin Xenia Großmann und ihr Ratskollege Adam Kreysa zeigten anhand einer Präsentation, welche Möglichkeiten es gibt. „Au weia“, kommentierte Ursula Weiß angesichts der Preise für neue Spielgeräte. Einige davon könnten aber eventuell gebraucht beschafft werden, hieß es. Außerdem könne man möglicherweise von Rabatten des Spielgeräte-Herstellers profitieren.
Das Gremium beschloss, das Projekt für das Regionalbudget einzureichen und in den Antrag eine Klangsäule, ein Ferraphon und einen Klimperkasten aufzunehmen. Die Klangsäule besteht aus einem Stein und ist mit einer großen Stimmgabel vergleichbar. Die Quader des Steins können durch Reiben und mit Hilfe von Wasser in Schwingung versetzt werden, die sich dann auf die Hände überträgt.
Mit dem Ferraphon aus Edelstahlplatten lassen sich harmonische Klänge erzeugen. Es soll das Dendrophon aus Holz ersetzen, welches diese Funktion nicht zufriedenstellend erfülle und keinen echten Wert in Sachen Sinneswahrnehmung biete. Bei dem Klimperkasten werden kleine Kieselsteine durch vorgegebene Löcher gesteckt. Sie fallen auf Metallröhren und erzeugen auf diese Weise ebenfalls sanfte Klänge.
Bestellt werden auf Entscheidung des Gemeinderats zunächst nur die ersten beiden Geräte, der Beschluss fiel mit einer Gegenstimme. Falls ein positiver Förderbescheid eintrifft und der Rabatt noch verfügbar ist, wird auch das dritte geordert. Denn ob das Projekt zumindest in Teilen über das Regionalbudget finanziert werden kann, ist keineswegs sicher. Die Zuwendungen für die eingereichten Projekt-Ideen der Kommunen seien von bislang 100.000 Euro auf 75.000 Euro reduziert worden, so Bürgermeisterin Ursula Weiß. Voraussichtlich könnten somit weniger Vorschläge berücksichtigt werden.
Sollte die Gemeinde Bruckberg beim Regionalbudget diesmal ganz leer ausgehen, müsse der Sinnenweg anders finanziert werden, so die Überlegungen im Gremium. Vielleicht über das Spielplatzbudget, das im neuen Haushalt noch verankert werden muss. Bürgermeisterin Weiß gab sich jedoch zuversichtlich: „Ich glaube, dass wir relativ gute Chancen haben mit dem Projekt, weil es überregional genutzt wird.“