Neuer Bauhof in Uffenheim eingeweiht: 5,65 Millionen Euro hat er gekostet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.06.2025 08:00

Neuer Bauhof in Uffenheim eingeweiht: 5,65 Millionen Euro hat er gekostet

Der neue Bauhof ist nun offiziell eingeweiht. Nicht nur die Ehrengäste, sondern auch viele Bürger und Bürgerinnen aus Uffenheim sowie aus benachbarten Orten nutzten die Möglichkeit zur Besichtigung. (Foto: Gerhard Krämer)
Der neue Bauhof ist nun offiziell eingeweiht. Nicht nur die Ehrengäste, sondern auch viele Bürger und Bürgerinnen aus Uffenheim sowie aus benachbarten Orten nutzten die Möglichkeit zur Besichtigung. (Foto: Gerhard Krämer)
Der neue Bauhof ist nun offiziell eingeweiht. Nicht nur die Ehrengäste, sondern auch viele Bürger und Bürgerinnen aus Uffenheim sowie aus benachbarten Orten nutzten die Möglichkeit zur Besichtigung. (Foto: Gerhard Krämer)

Der neue Bauhof in Uffenheim wurde nun offiziell eingeweiht. Alle Arbeitsbereiche für die Beschäftigten liegen nun zusammen.

Die Männer des Bauhofs, einheitlich in Orange gekleidet, waren bei der Eröffnung des neuen Bauhofs unübersehbar. Im wahren Leben bleiben aber viele ihrer regelmäßigen Tätigkeiten für die Stadt unbemerkt.

Aber nicht von allen. Dekan Max von Egidy zum Beispiel blickt täglich vom Dekanat aus auf den Platz vor der Stadthalle und weiß dessen gepflegten Zustand sehr zu schätzen. Der Dekan und Pfarrer Florian Sassik hatten den kirchlichen Part der Bauhof-Einweihung übernommen. Sie baten um den Segen für die Menschen, die tagtäglich im Bauhof arbeiteten.

Bürgermeister Wolfgang Lampe erinnerte an die lange Zeit bis zur Verwirklichung eines neuen Bauhofs. Bereits 2004 habe man sich in der Stadt Uffenheim erste Gedanken gemacht.

Dann ging viel Zeit ins Land – bis ins Jahr 2015. Vor zehn Jahren fand laut Lampe eine Begehung des damaligen Bauhofes durch den Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz von Stadtrat Ewald Geißendörfer statt. Da seien bereits Mängel angesprochen worden.

Beim alten Gebäude gab es große Mängel

Auch die Berufsgenossenschaft schaute sich die Arbeitsstätte an und habe große Bedenken angemeldet: Es mangelte an ausreichender Belüftung und an Platz. Große Mängel seien beim Brandschutz festgestellt worden. Lampe nannte ferner große hygienische Mängel. Zum Beispiel sei braunes Wasser aus den Leitungen geflossen, weswegen für das Kaffeekochen Wasser in Flaschen genutzt werden musste.

Die Berufsgenossenschaft habe signalisiert, dies nur noch eine gewisse Zeit tolerieren zu wollen. 2022 begannen die Vorplanungen. Ziel seien kurze Wege und die Nähe zu den Stadtwerken und zur Kläranlage gewesen, um Synergieeffekte nutzen zu können, auch was die Auslastung von Maschinen betreffe und das Lagern von Material. „Beim bisherigen Bauhof war alles irgendwo verteilt im Stadtgebiet“, erläutere der Bürgermeister. In der Zehntscheune seien bestimmte Gerüstteile deponiert, Material und Geräte seien auf Grundstücken in der Rothenburger Straße gelagert gewesen, ebenso in der Ulsenheimer Straße oder in der Ringstraße, bei den Stadtwerken oder der Kläranlage.

Nun zukunftsfähig aufgestellt

„Wir wollten einen zukunftsfähigen Bauhof für die nächsten Jahrzehnte“, sagte Lampe. Und einen mit geringen Folgekosten. Das betrifft auch die Energieeffizienz und eine Vereinfachung von Arbeits- und Betriebsabläufen. Auch Arbeits- und Gesundheitsschutz hätten an vorderster Stelle gestanden.

Bauhofleiter Thomas Siebert habe sich Bauhöfe in der näheren und weiteren Umgebung angeschaut. Die Erkenntnisse seien in die Planungen mit eingeflossen, ebenso habe man die Mitarbeiter mit eingebunden. 2022 wurden die Gewerke vergeben. Ein Uffenheimer Betrieb bekam den Auftrag für die Heizung.

Die Archäologie sei eine große Herausforderung gewesen. Auch eine Kampfmitteluntersuchung habe stattgefunden. Hier habe tatsächlich geklärt werden müssen, wer zuerst auf das Gebiet dürfe, sagte Lampe kopfschüttelnd. Die Kampfmittel hatten dann Priorität.

Bauwerk kostete rund 5,65 Millionen Euro

Im April dieses Jahres zog der Bauhof um. Dieser hat jetzt eine Grundfläche von 6800 Quadratmeter. Gebäude und Garagen stehen auf einer Fläche von 1960 Quadratmetern. 6,28 Millionen Euro lautete die Kostenberechnung, gekostet hat der Bauhof, ein reiner Funktionsbau in Stahlbetonbauweise, am Ende 5,85 Millionen Euro.

Das Gebäude sei mit allen Arbeitsbereichen ausgestattet, mit Büros für den Leiter, die Gärtner, Maurer und Hausmeister. Es gebe Sozialräume für Frauen und Männer, wobei noch keine Frau im Bauhof arbeite. Man verfügt über eine Schlosserei und Schreinerei, ein Lager für Schmierstoffe und: es sind ausreichend Montage- und Lagerflächen vorhanden. Auf dem Dach ist eine PV-Anlage, Wärmepumpe und Fußbodenheizung sind vorhanden. Das Gebäude werde das Jahr über richtig temperiert sein.

Ziel: Gemeinsamer Bauhof der VG

Der Bauhof stehe gut da, dankte Lampe allen, deren Herzblut in das Projekt floss. Ziel sei langfristig ein gemeinsamer Bauhof der Verwaltungsgemeinschaft.

Stellvertretender Landrat Reinhard Streng sah lange Planungszeiten als symptomatisch an. Für das Geschaffene war er allerdings voll des Lobes. Versorgt von der Freiwilligen Feuerwehr Uffenheim nutzten viele den Tag der offenen Tür im Anschluss an die Eröffnung, um sich den Bauhof anzuschauen. Mit dem Besuch war Siebert „voll zufrieden“. In allen Bereichen standen Mitarbeiter für Auskünfte bereit. Gut genutzt wurden darüber hinaus auch die acht Führungen, die angeboten wurden.


Von Gerhard Krämer
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