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Veröffentlicht am 24.02.2025 07:00

VR Bank investiert über neun Millionen Euro in Dinkelsbühl

Für mehr als neun Millionen Euro hat die VR Bank im südlichen Franken eG ihre Geschäftsstelle in Dinkelsbühl erneuert. (Foto: Markus Weinzierl)
Für mehr als neun Millionen Euro hat die VR Bank im südlichen Franken eG ihre Geschäftsstelle in Dinkelsbühl erneuert. (Foto: Markus Weinzierl)
Für mehr als neun Millionen Euro hat die VR Bank im südlichen Franken eG ihre Geschäftsstelle in Dinkelsbühl erneuert. (Foto: Markus Weinzierl)

Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit hat die VR Bank im südlichen Franken eG in Dinkelsbühl im Beisein geladener Gäste ihre modernisierte Hauptgeschäftsstelle eingeweiht. Die Redner hoben bei der Feier im Foyer des Gebäudes an der Luitpoldstraße die immense Investition als Zeichen für die Zukunft des Standortes hervor.

Mehr als neun Millionen Euro hat das Geldinstitut laut Vorstandsmitglied Bernd Großmann unter Berücksichtigung von Fördermitteln in die Bausubstanz aus den späten 1980er Jahren investiert. Beim Umbau seien die veränderten energetischen Anforderungen genauso berücksichtigt worden wie die sich wandelnden Anforderungen an die Arbeitswelt. Zudem sei es Ziel gewesen, die verschiedenen Fachbereiche am Standort in der Luitpoldstraße zusammenzuführen. Auch die Nachhaltigkeit spielte eine Rolle: Der Ressourcenverbrauch sei gegenüber einem Neubau deutlich minimiert worden, so Großmann.

Im Jahr 2022 war der Startschuss für das Projekt gefallen. Entwurf und Konzept stammten vom Generalübernehmer Diebold Nixdorf. Wie Großmann berichtete, mussten allerdings auch Sondersituation gemeistert werden. So seien vom Bund vorübergehend die Mittel für energetische Sanierungen auf Eis gelegt worden. Außerdem ließ der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Beschaffungspreise nach oben schnellen. Kurzerhand wurde das Energiekonzept umgeplant, um auf fossile Brennstoffe verzichten zu können. Das Gebäude im KfW-55-Standard hat zwei Wärmepumpen, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage.

Zahl der Arbeitsplätze von 70 auf 110 erhöht

Großmann zeigte sich überzeugt, dass Architektin Monika Busch ein „sehr gelungenes und außen wie innen harmonisches Gebäude“ geplant hat. Die Kubatur sei unverändert, das Nutzungskonzept nunmehr deutlich verbessert. Die Nutzfläche bezifferte Großmann auf 2500 Quadratmeter. Die Anzahl der Arbeitsplätze wurde von 70 auf 110 erhöht. Zwölf Beratungszimmer ermöglichen Diskretion bei Kundengesprächen. Die Wände sind mit Dinkelsbühl-Motiven gestaltet. Der Anbau eines Aufzugs gewährleistet Barrierefreiheit.

Großmann sowie Vorstandssprecher Wilfried Wiedemann dankten allen am Bau Beteiligten, den Mitarbeitenden sowie den Kunden und den Nachbarn für deren Einsatz und gezeigtes Verständnis während der Bauphase. Während dieser Zeit hatten die Beratungsgespräche im Gebäude am Weinmarkt stattgefunden. Wiedemann freute sich über die modernen Räume, in denen weiterhin die vertrauten Ansprechpartner tätig seien. „Mit diesem Umbau unterstreichen wir unser Engagement vor Ort“, so Wiedemann.

Mehr als 40 Firmen waren eingebunden

Projektleiter Matthias Sauter von der Firma Diebold Nixdorf sprach von einem „zukunftsfähigen Gebäude“, bei dem man stets die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Blick gehabt habe. Sauter lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Über 40 Firmen seien an der Umsetzung des Projektes beteiligt gewesen.

Die evangelische Pfarrerin Kathrin Scheibenberger sowie Diakon Franz Schindler von der katholischen Pfarrei St. Georg gaben dem Gebäude den kirchlichen Segen. Schindler nahm Bezug auf den Römerbrief und hob die Bedeutung des menschlichen Miteinanders hervor. Über allem stehe der Wille, gut miteinander auszukommen.

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer griff in seinem Grußwort das genossenschaftliche Prinzip auf und kam auf die Lockerung des Dresscodes der Banken zu sprechen. Er würdigte die regionale Verbundenheit der Bank und drückte seine Sorge wegen eines Wegbrechens von Fördermitteln sowie wegen der städtischen Finanzen aus. Ein Unternehmen habe erhebliche Gewerbesteuerrückzahlungen angekündigt. Der OB sah dies als Anzeichen einer „Deindustrialisierung“.

Glauben an die Zukunft

„Wer neun Millionen Euro in die Hand nimmt, glaubt an die Zukunft“, würdigte Landrat Dr. Jürgen Ludwig die enorme Investition der VR Bank im südlichen Franken eG. Dies sei ein deutliches Statement für die hiesige Region. Die Genossenschaftsbanken seien im ländlichen Raum Stabilitätsfaktoren und begleiteten die Menschen bei der Gestaltung ihrer Zukunft. Dank starker Netzwerke im Landkreis werde man wirtschaftlich schwierige Zeiten gut überstehen.

Die neu gestaltete Geschäftsstelle sei optimal auf die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeitenden abgestimmt, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Christofori. Der Standort Dinkelsbühl sei dem Geldinstitut wichtig. Mit dem modernen Bankgebäude setze man ein „Zeichen des Vertrauens in die Region“. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Gregor Aumüller (E-Piano) und Jaap Zwaans (Gesang).

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