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Veröffentlicht am 08.12.2024 16:37

Renetten pflanzen 100 Bäumchen bei Feuchtwangen

Mitglieder der Renetten, der Kinder- und Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Feuchtwangen, pflanzten jetzt rund 100 Setzlinge auf einem Areal am Böhlhof. Die Aktion fand unter Anleitung von Vertretern der Hegeringgemeinschaft Feuchtwangen-West und der Forstbetriebsgemeinschaft Feuchtwangen-Rothenburg statt. (Foto: Erich Herrmann)
Mitglieder der Renetten, der Kinder- und Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Feuchtwangen, pflanzten jetzt rund 100 Setzlinge auf einem Areal am Böhlhof. Die Aktion fand unter Anleitung von Vertretern der Hegeringgemeinschaft Feuchtwangen-West und der Forstbetriebsgemeinschaft Feuchtwangen-Rothenburg statt. (Foto: Erich Herrmann)
Mitglieder der Renetten, der Kinder- und Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Feuchtwangen, pflanzten jetzt rund 100 Setzlinge auf einem Areal am Böhlhof. Die Aktion fand unter Anleitung von Vertretern der Hegeringgemeinschaft Feuchtwangen-West und der Forstbetriebsgemeinschaft Feuchtwangen-Rothenburg statt. (Foto: Erich Herrmann)

Mit viel Elan haben jetzt 16 Mädchen und Jungen der Kinder- und Jugendgruppe Renetten des Obst- und Gartenbauvereins Feuchtwangen bei einer Wiederaufforstungsaktion mitgeholfen. In einem Waldstück nahe dem Böhlhof wurden dabei rund 100 Bäumchen gepflanzt.

Die Aktion wurde seitens der Hegeringgemeinschaft Feuchtwangen-West von Tobias Mader sowie von Martin Brunner von der Forstbetriebsgemeinschaft Feuchtwangen-Rothenburg begleitet.

Mit Schaufeln und Haken ausgerüstet waren die Sechs- bis Zwölfjährigen zusammen mit Gruppenleiterin Nancy Müller und einigen Eltern am Einsatzort auf einer Anhöhe zwischen Rödenweiler und Hinterbreitenthann eingetroffen. Dort begrüßte sie Waldbesitzer Werner Hager.

Sturm Wiebke und Käfer hatten Fichten zerstört

Er berichtete, dass der Sturm Wiebke sowie der Borkenkäfer auf dem Areal gewütet haben und deshalb die Fichten abgeholzt werden mussten. Zur Wiederaufforstung hatte er nun 100 Setzlinge – darunter Spitzahorn und Wildkirsche – mitgebracht.

Und schon ging es für die Mädchen und Jungen bei nasskaltem Wetter an die Arbeit. Gut eingepackt und mit Handschuhen ausgerüstet nahmen sie die Setzlinge entgegen. Unter Anleitung von Tobias Mader und Martin Brunner wurden die Standorte für die Bäumchen ausgewählt und die ersten Löcher gegraben.

Dabei galt es, auf den richtigen Abstand und die Tiefe des Pflanzlochs zu achten. Rasch waren die ersten Bäumchen gesetzt. Als Anwachshilfe wurde pro Setzling ein Holzstäbchen mit in den Boden verankert.

Mit solchen Aktionen wolle man den Kindern vor Augen führen, dass sich die Jägerschaft auch um den Erhalt von Wald und Flur kümmere, erklärte Tobias Mader. Es sei wichtig, dass junge Menschen die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz kennenlernen, ergänzte Martin Brunner. Wälder seien gigantische CO2-Speicher. Zudem würden Wälder den Bodenabtrag durch Wasser und Wind verhindern. Die starke Durchwurzelung verhindere Steinschlag und Bodenrutschungen. Wälder in Steillagen – wie etwa am Böhlhof – dienten daher dem Schutz, wurde betont.

Mischwald statt Monokultur

Froh über die tatkräftige Unterstützung der Renetten zeigte sich Werner Hager. Er hatte das Areal zuvor gegen Wildverbiss eingezäunt und nun darauf geachtet, dass dort nicht wieder eine Monokultur mit Fichten entstehe, sondern ein Mischwald mit Spitzahorn und Wildkirsche.

Die Pflanzaktion habe richtig Spaß gemacht, meinten einige der Kinder nach getaner Arbeit. „Hoffentlich wachsen unsere Setzlinge gut an und werden einmal stattliche Bäume“, wünschten sie sich. Die Mädchen und Jungen wollen in einem Jahr wiederkommen und nachsehen, wie sich die Pflanzen entwickelt haben.

Gruppenleiterin Nancy Müller teilte mit, dass die Renetten viel Umweltarbeit leisten. So würden für die derzeit 35 Mitglieder etwa Müllsammelaktionen, Äpfel- und Birnensammeln auf Streuobstwiesen, aber auch das Kennenlernen von Saatgut und Wildkräutern, Pilzwanderungen sowie Bastelnachmittage auf dem Programm stehen.

Im nächsten Jahr sollen laut Nancy Müller zum Beispiel Nistkästen für Vögel gebaut und Bodenproben aus dem Kompost bestimmt werden. Zudem ist eine Gewässerwanderung an die Tauber geplant, bei der Wasserinsekten bestimmt werden sollen.


Von Erich Herrmann
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