Seit 25 Jahren beobachten Forscher vom Schneefernerhaus am Südhang der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen wetter- und klimawirksame Prozesse. Zu Besuch bei einer Jubiläumsveranstaltung waren auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler).
„Deutschlands höchste Umweltforschungsstation ist ein Global Player der Wissenschaft – und das beeindruckende Panorama vermittelt Bewusstsein und Demut für unsere Natur und Heimat“, sagte Söder bei der Eröffnung des neuen Eingangsbereichs des Gebäudes.
Hintergrund der Baumaßnahmen ist der nun verbesserte Lawinen- und Steinschlagschutz. Der Eingangsbereich wird nach Angaben des Schneefernerhauses außerdem zur Energiegewinnung genutzt und gewährt konstant einen sicheren Zugang zum Gebäude kurz unterhalb von Deutschlands höchstem Gipfel.
Früher wurde das Schneefernerhaus als Hotel genutzt. Heute haben sich elf Institutionen auf einer Höhe von 2650 Metern zum Ziel gesetzt, die Klima- und Umweltforschung voranzutreiben sowie deren komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen. Ihre acht Forschungsschwerpunkte sind Wolkendynamik, Hydrologie, regionales Klima, Atmosphären- und Satellitenbeobachtung, kosmische Strahlung, Bio- und Geosphäre sowie Umwelt- und Höhenmedizin.
Die ausführlichen und langen Messreihen der Wissenschaftler bieten faktenbasierte Grundlagen. Diese sollen auch als Basis für klimapolitische Entscheidungen dienen.
© dpa-infocom, dpa:241205-930-308849/1