Am Dienstag wurde die Post in den größeren Städten von Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestreikt, am heutigen Mittwoch sind es die ländlichen Gebiete: Wer im Bereich der Zustellstützpunkte Ansbach und Markt Bibart (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) wohnt, wartet heute womöglich vergeblich auf Briefe oder Pakete.
Die Gewerkschaft rief laut einer Pressemitteilung wieder zu Warnstreiks bei der Deutschen Post AG in ganz Bayern auf. Insgesamt seien 49 Betriebsstellen mit etwa 1000 Beschäftigten zum Streik aufgerufen, darunter auch Zustellstützpunkte in Ansbach und Markt Bibart, wie es auf Anfrage hieß.
Die Beteiligung am Dienstag habe etwa bei 70 Prozent gelegen, teilte David Merck, der Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiter Postdienste, mit. Das heißt, dass stellenweise nur ein Teil der Sendungen zugestellt wurde. Rückmeldungen über die Streikbeteiligung am heutigen Mittwoch lagen ihm noch nicht vor.
Begründet werden die Warnstreiks mit mangelnden Fortschritten bei der zweiten Verhandlungsrunde. „Die Arbeitgeber bezeichnen unsere Forderungen als nicht finanzierbar – eine für uns inakzeptable Haltung”, erklärt Merck.
Die Gewerkschaft fordert im Kern für das kommende Jahr sieben Prozent mehr Lohn sowie drei zusätzliche Urlaubstage. Gewerkschafts-Mitglieder sollen darüber hinaus einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen. Begründet werden die Forderungen mit den anhaltend hohen Lebenshaltungskosten.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Deutscher Post AG und Verdi ist für den 12./13. Februar vereinbart.