Grundsätzlich ist man in Wieseth dafür aufgeschlossen, die Nahversorgung der Bevölkerung künftig in Form eines Tante-M-Ladens zu gewährleisten. Nachdem Mitglieder des Gemeinderats noch Klärungsbedarf bei Detailfragen hatten, fand nun ein Termin am vorgesehenen Standort statt – dem ehemaligen Sparkassengebäude.
Rede und Antwort stand dabei Jochen Schwab von der Firma „Tante-M“. Wie Bürgermeister Walter Kollmar nach dem Termin im Gespräch mit der FLZ erklärte, sei sein Eindruck gewesen, dass alle Unklarheiten beseitigt werden konnten. Er will das Projekt „Tante-M-Laden“ nun in der nächsten Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch, 12. Juni, erneut auf die Tagesordnung setzen und darüber entscheiden lassen.
Kollmar wollte das Vorhaben bereits beschließen lassen. In der betreffenden Sitzung war es dann zu einer Diskussion gekommen. Willi Bischoff hatte mangelnden Informationsfluss kritisiert. Die Entscheidung wurde vertagt.
In einem Tante-M-Laden sieht der Bürgermeister eine Aufwertung für die Gemeinde. Wenn er vom Ratsgremium das „Okay“ bekomme, dann könnte bis zum Herbst alles fertig sein. Die voraussichtlichen Kosten für Umbau und Renovierung des Gebäudes seien von einem Ansbacher Architekturbüro mit 140.000 Euro berechnet worden. Es könne eine 50-prozentige Bezuschussung durch das Amt für ländliche Entwicklung erwartet werden.
Neben dem kommunalen Eigenanteil von etwa 70.000 Euro geht Kollmar noch von 50.000 Euro für die Einrichtung des Ladens aus, die von der Gemeinde zu finanzieren sei. Dazu würden für den Betrieb monatlich insgesamt 300 bis 400 Euro für Personalkosten, Strom- und Wasserversorgung anfallen.
Das Konzept des Tante-M-Ladens sei offen für regionale Selbstvermarkter, beispielsweise eine örtliche Metzgerei, betonte Kollmar. Der Laden sei nicht als Konkurrenz zu verstehen. „Uns kommt es auf die funktionierende Nahversorgung an“, so der Bürgermeister.