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Veröffentlicht am 05.05.2024 15:00

Gefahren an der Schopflocher Straße in Feuchtwangen

Wer von Aichenzell in die Schopflocher Straße einfahren will, hat die Vorfahrt zu beachten. Über dem Schild weist eine zusätzliche Tafel auf den Radweg hin. Nun werden hier weitere Schilder aufgestellt, um auch die Fahrradfahrer auf Gefahren an dieser Stelle hinzuweisen. Umstritten ist in diesem Zusammenhang die diagonal über den Radweg verlaufende Wasserrinne (vorne rechts). (Foto: Peter Zumach)
Wer von Aichenzell in die Schopflocher Straße einfahren will, hat die Vorfahrt zu beachten. Über dem Schild weist eine zusätzliche Tafel auf den Radweg hin. Nun werden hier weitere Schilder aufgestellt, um auch die Fahrradfahrer auf Gefahren an dieser Stelle hinzuweisen. Umstritten ist in diesem Zusammenhang die diagonal über den Radweg verlaufende Wasserrinne (vorne rechts). (Foto: Peter Zumach)
Wer von Aichenzell in die Schopflocher Straße einfahren will, hat die Vorfahrt zu beachten. Über dem Schild weist eine zusätzliche Tafel auf den Radweg hin. Nun werden hier weitere Schilder aufgestellt, um auch die Fahrradfahrer auf Gefahren an dieser Stelle hinzuweisen. Umstritten ist in diesem Zusammenhang die diagonal über den Radweg verlaufende Wasserrinne (vorne rechts). (Foto: Peter Zumach)

Mehrere Problemstellen gibt es am Radweg neben der Schopflocher Straße in Feuchtwangen. Nun lässt die Stadt an der Zufahrt nach Aichenzell zusätzliche Schilder aufstellen, um Fahrradfahrer vor drohenden Gefahren in diesem Bereich zu warnen. Weitere Verbesserungsvorschläge sollen dann bei einer „Befahrung“ mit Experten Anfang Juli erarbeitet werden.

Hintergrund ist ein Schreiben des früheren Leiters der Polizeiinspektion Feuchtwangen: Walter Bald hatte bemängelt, dass eine Wasserrinne diagonal über den Radweg verläuft. Deshalb könnten hier insbesondere ortsunkundige ebenso wie schnell fahrende Radler schwer stürzen.

Daraufhin sahen sich die bei Polizei und Stadt für den Verkehr zuständigen Beamten vor Ort um. Das Ergebnis stellten Thomas Schmidt von der Verwaltung und Tiefbauamtsleiter Jörg Körner jetzt im Bau- und Verkehrsausschuss vor.

Persönlicher Test an der Gefahrenstelle

Demnach ist die „Lösung“ mit der Rinne zwar „nicht optimal“, jedoch bewertete Schmidt sie für Radfahrer als weniger problematisch: Das habe auch ein persönlicher Test mit seinem ungefederten Rad bei ziemlich hohem Tempo bestätigt. Später sei auch sein Vater auf einem E-Bike sicher über die Rinne gelangt.

Gefährlicher sei an dieser Stelle hingegen, dass Kraftfahrer, die von der B25 her kommen und nach Aichenzell wollen, die vorfahrtsberechtigten Nutzer des im Einmündungsbereich rot markierten Radwegs nur schlecht erkennen könnten. Als einen Grund dafür nannte Schmidt den relativ breiten Grünstreifen zwischen Straße und Radweg. Dessen Bepflanzung behindere die Sicht, weshalb ein Abbiegen nach rechts ohne „Schulterblick“ riskant sei.

Indes warnt eine Tafel, die zusätzlich über dem Vorfahrt-achten-Schild an der Einmündung von Aichenzell her montiert ist, die Verkehrsteilnehmer vor Nutzern des Radwegs. Und nun sollen auch diese laut Schmidt mit zusätzlichen Hinweisen dafür sensibilisiert werden, dass auch sie – trotz ihres Vorfahrtsrechts – an dieser Stelle aufpassen müssen.

Engstellen für Radler an der Brücke über die Sulzach

Darüber hinaus informierte der Beamte, dass der Ortstermin mit der Polizei noch weitere Gefahrenstellen an der Schopflocher Straße offenbart habe: So sei der Radweg auch an der Zufahrt zum Gewerbegebiet bei der Tankstelle wegen des Bewuchses für Autofahrer schlecht einzusehen. Zudem gebe es Engstellen für Radler an der Brücke über die Sulzach.

Um eine Gesamtlösung für die Schopflocher Straße zu entwickeln, schlug Schmidt vor, bis Anfang Juli zu warten. Denn dann kommt eine Experten-Kommission, die Feuchtwangen im Rahmen einer „Befahrung“ auf die Fahrradfreundlichkeit hin begutachtet. Dies ist ein Schritt hin zur Zertifizierung als „Fahrradfreundliche Kommune“, die die Stadt beantragt hat. Und weil bei der Kommission ausgewiesene Fachleute sind, erhoffe er sich von diesen geeignete Vorschläge, sagte Schmidt

Rinne wurde bei Breitbandausbau angelegt

Tiefbauamtsleiter Jörg Körner berichtete wiederum zu der umstrittenen Wasserrinne, früher sei hier ein reiner Gehweg gewesen. Als die Stadt diesen später auch für Radler freigegeben habe, sei die damals höhere Bordsteinkante mit Asphalt entschärft worden. Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau habe man schließlich die neue, etwa drei Zentimeter tiefe Rinne angelegt. Außerdem: Wegen der Glatteisgefahr im Winter sei es definitiv notwendig, das Niederschlagswasser gezielt abzuführen.

Indes erklärte Werner Hirsch (UBF) von einer auf den Rollstuhl angewiesenen Person. Diese und ihre Angehörigen kritisierten die neue Rinne als erhebliches Hindernis.

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