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Veröffentlicht am 05.04.2024 08:37

Mehr Barrierefreiheit in der Altstadt von Feuchtwangen

Der aktuelle Belag der Webergasse mit unterschiedlichen Pflastersteinen. Der Bau- und Verkehrsausschusses empfiehlt Feuchtwangens Stadtrat, hier einen einfacher begehbaren Streifen anlegen zu lassen. (Foto: Peter Zumach)
Der aktuelle Belag der Webergasse mit unterschiedlichen Pflastersteinen. Der Bau- und Verkehrsausschusses empfiehlt Feuchtwangens Stadtrat, hier einen einfacher begehbaren Streifen anlegen zu lassen. (Foto: Peter Zumach)
Der aktuelle Belag der Webergasse mit unterschiedlichen Pflastersteinen. Der Bau- und Verkehrsausschusses empfiehlt Feuchtwangens Stadtrat, hier einen einfacher begehbaren Streifen anlegen zu lassen. (Foto: Peter Zumach)

Ein Stück weiter barrierefrei soll Feuchtwangens Altstadt werden: Der Bau- und Verkehrsausschuss empfiehlt jetzt dem Stadtrat, in der Webergasse – inklusive des Fußwegs zur Mooswiese sowie durch die Gerbergasse bis zum Marktplatz – einen Streifen mit flachem Pflaster verlegen zu lassen.

Zum Hintergrund des Verwaltungsvorschlags erklärten Bürgermeister Patrick Ruh und Tiefbauamtsleiter Jörg Körner bei einer Besichtigung vor Ort, dass die Stadtwerke in Teilen der südlichen Altstadt – darunter ein Abschnitt der Webergasse – demnächst die Wasserleitungen erneuern und Glasfaserkabel in den Boden einbringen werden. Im Anschluss daran böte sich an, das für Passanten mit Gehbehinderungen ungünstige Kopfsteinpflaster entweder komplett oder zumindest teilweise mit einem Belag zu ersetzen, auf dem sich auf Rollatoren angewiesene Fußgänger, Rollstuhlfahrer sowie auch Radler einfacher und sicherer bewegen können.

Material und Farbe wie im Sandweg

Bevor sich das Gremium die Situation in der Webergasse ansah, hatten die Stadträte zunächst das 2023 im Sandweg neu verlegte Betonpflaster begutachtet. Wie es dabei hieß, eignet sich dieser Belag für die gewünschte Barrierefreiheit. Und weil auch die Farbe der Steine ansprechend sei, sollte dieses Material in weiteren Bereichen der Altstadt ebenfalls Verwendung finden.

Als Vorbild wurde die Jahnstraße genannt, in der bereits ein barrierefreier Streifen – allerdings mit grauen Betonsteinen – eingebaut ist. Weil aber immer wieder darauf geparkte Autos Passanten behinderten, regte Ralf Hübsch (CSU) für die Webergasse eine Lösung an, die eine solche Situation verhindert.

Derweil stellte Bürgermeister Ruh fest, dass das bestehende Pflaster in der Webergasse bereits mit Steinen unterschiedlicher Größen und Farben gestaltet ist. Deshalb sprach er sich in der Sitzung dafür aus, beim Anlegen des barrierefreien Streifens den optischen Eindruck eines Stückwerks zu vermeiden.

Keine Restflächen zu den Häusern hin

Während Birgit Meyer und Wolfgang Hauf (beide „Wir“/Grüne) sowie Holger Giese (SPD) bei der Abstimmung dafür votierten, das neue Betonpflaster flächendeckend verlegen zu lassen, befürwortete die Mehrheit die kleinere Variante mit einem Streifen. Der solle so angelegt werden, dass zu den Sockeln der Häuser hin „keine Restflächen“ mit einem anderen Belag bleiben.

Wie Tiefbauamtsleiter Körner erklärte, wird das Stadtbauamt nun in den nächsten Monaten die Planunterlagen erstellen und die Kosten berechnen. Die Ausführung des Vorhabens sei dann im kommenden Jahr vorgesehen.

Aufgrund von Vorgaben für die Förderung müssten die Stadtwerke mit der Verlegung ihrer Leitungen bis Mai 2025 fertig sein. Und wenn die dafür ausgehobenen Gräben dann wieder geschlossen sind, könnten darüber die barrierefreien Betonpflastersteine verlegt werden.

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