Einen breiten Raum nahmen bei der Dekanatssynode 2026 die „Landeskirchlichen Reformen“ ein. Dekan Max von Egidy informierte über Zeitpläne, die Umsetzung der Vorgaben der Landeskirche und den Willen, selbst den Wandel im künftigen neuen Dekanat zu gestalten.
Themenschwerpunkte, die der Dekan im Tagungssaal des Bernatura ansprach, waren die Gebäudebedarfsplanung, die Landesstellenplanung und der mögliche Zuschnitt von Regionalgemeinden samt deren Erfordernissen und Wünschen. Dabei stehe nicht nur die seelsorgerische Tätigkeit im Fokus, sondern auch die Mitarbeit der Christinnen und Christen in den Gemeinden. Das Engagement der Gemeindeglieder in seiner Vielfalt werde künftig eine genauso hohe Wertschätzung und Unterstützung erfahren.
Den Fahrplan zur weiteren Entwicklung beschrieb Max von Egidy so: Zum 1. Januar 2028 soll die Fusion der drei Dekanate Uffenheim, Neustadt und Bad Windsheim rechtlich wirksam werden. In der letztgenannten Stadt sei auch der Hauptsitz des neuen Konstrukts vorgesehen. Aktuell sind bereits drei Namen im Gespräch, ohne dass darüber eine Entscheidung getroffen wäre. „Vermutlich“ könnte das Dekanat künftig „Franken.Mitte“, „Mittenfranken“ oder „Mitten in Franken“ heißen.
Vor einer endgültigen Namensgebung stehen aber noch weitreichende Entscheidungen an. Im laufenden Jahr werden eine Steuerungsgruppe und Arbeitsgruppen einen Vorschlag für eine Fusionsvereinbarung erarbeiten. Am 23. Oktober dieses Jahres soll die Fusion der drei Dekanatssynoden vorgeschlagen werden, am 14. November soll diese dann in Bad Windsheim beschlossen werden.
Heuer und 2027 werden nach diesem Fahrplan fünf Regionalgemeinden vorbereitet und gegründet. Laut von Egidy seien diese am Sozialraum orientiert und nicht an den aktuellen Dekanatsgrenzen. Dazu passt auch, dass nicht nur die Kirchengemeinden der drei Dekanate einfließen, sondern zudem Gespräche mit anderen Kirchengemeinden möglich sind, die sich beispielsweise aus dem Dekanat Markt Einersheim eine Aufnahme vorstellen könnten. 2027 ist die konkrete Umsetzung der Fusionsvereinbarung terminiert, die dann vom Landeskirchenrat und dem Kultusministerium zu genehmigen sei, ehe dann 2028 die Fusion auch von Rechts wegen wirksam werde.
Neben dem Hauptsitz und Büro in Bad Windsheim gäbe es Dienstwohnungen der Dekane in Neustadt und Uffenheim, ebenso seien Außenarbeitsplätze denkbar. Grundlegendes Thema seien die Finanzen, sagte von Egidy. Grundsätzlich sei eine Zusammenführung der Haushalte geplant. Wo es sinnvoll erscheint, bleiben einzelne Zwecke erhalten. Ziel der Kita-Geschäftsführung sei nach Einbeziehung aller Beteiligten die Einigung auf einen Kompromiss noch im Sommer dieses Jahres, hieß es.
Die Dekanatsgremien sollen für einen Übergangszeitraum 110 Mitglieder umfassen, später soll der Umfang auf 80 reduziert werden, wobei jede Pfarrei und die Arbeitsbereiche Personen entsenden werden. Der Dekanatsausschuss werde künftig aus 20 bis 25 Personen bestehen. Diese seien regional quotiert, die Mehrheit bestehe aus Ehrenamtlichen.