Schwieriger Markt: Electrolux baut in Rothenburg wieder Stellen ab | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 30.03.2024 14:13, aktualisiert am 02.04.2024 20:17

Schwieriger Markt: Electrolux baut in Rothenburg wieder Stellen ab

Das Elektrolux-Werk Rothenburg ist ein bedeutender Arbeitgeber der Region. (Foto: Jürgen Binder)
Das Elektrolux-Werk Rothenburg ist ein bedeutender Arbeitgeber der Region. (Foto: Jürgen Binder)
Das Elektrolux-Werk Rothenburg ist ein bedeutender Arbeitgeber der Region. (Foto: Jürgen Binder)

Der Küchengeräte-Hersteller Electrolux leidet weiter unter der die gesamte Branche betreffenden Absatzflaute und reagiert darauf mit dem Abbau von Stellen. Auf Anfrage der Redaktion bestätigte Unternehmenssprecher Maximilian Müller, dass es um 45 Jobs geht. Aktuell sind am Standort 920 Personen beschäftigt.

Während der Pandemie-Zeit hatte die Firma glänzende Geschäfte gemacht. Damals lag die Mitarbeiterzahl im Werk an der Bodelschwinghstraße bei über 1000. Weil sich der Markt in der Folge deutlich verschlechterte, erfolgte bereits 2023 eine Personalreduzierung.

Mitarbeitervertreter sind eingebunden

In Abstimmung mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat sei das im Rahmen eines Freiwilligenprogramms gelaufen, erklärte Sprecher Maximilian Müller. So seien Leute gezielt angesprochen worden, ob sie aufhören möchten. Andere hätten sich selber dafür gemeldet. Über die jeweils vereinbarten Konditionen könne und wolle er nichts sagen, so Müller weiter. Das bleibe intern. Insgesamt sei das aber sehr konstruktiv über die Bühne gegangen.

In ähnlicher Form solle auch der jetzt geplante Abbau von 45 Jobs angegangen werden. Er denke, dass das in den nächsten ein bis zwei Monaten klappe, wobei auch hier wieder eine enge Abstimmung mit den Mitarbeitervertretern angestrebt werde. Natürlich sei es nicht schön, wenn ein Unternehmen Stellen reduzieren müsse. Aber angesichts nach wie vor schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gebe es keine Alternative dazu. Die Geschäftsleitung müsse da reagieren.

Das Werkbesteht seit 1961

Als Niederlassung des Hausgeräte-Herstellers AEG war das Werk in der Bodelschwinghstraße 1961 eröffnet worden. Seit 1996 gehört es zum schwedischen Konzern Electrolux. Der ursprüngliche Firmenname blieb in den Produktbezeichnungen erhalten. In den Hochzeiten während der Pandemie wurden am Standort etwa 1,2 Millionen Kochfelder und rund 550.000 Herde pro Jahr produziert. Viele Menschen hätten damals Investitionen in ihre Küchen vorgezogen, weshalb seit 2023 deutlich weniger Geräte gekauft würden, so im vergangenen Jahr bei einem Betriebsrundgang Werkleiter Kilian Knorr-Held. Man setze darauf, dass sich die Nachfrage bald verbessere.

Bislang sei das aber, wie Unternehmenssprecher Maximilian Müller gegenüber der Redaktion betonte, leider noch nicht im erhofften Umfang der Fall, weshalb nun ein weiterer Umstrukturierungsschritt vollzogen werden müsse.

Langjähriger Werkleiter ging

Müller bestätigte auf Anfrage der Redaktion auch, dass der langjährige Werkleiter Kilian Knorr-Held vor einigen Monaten das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat. Sein Nachfolger als Geschäftsleiter sei Werner Grundel, der das Unternehmen ebenfalls aus langjähriger Tätigkeit bestens kenne.

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