Neben den Försterinnen und Förstern sind es vor allem die Flächeneigentümer, die die Zukunft der Wälder in der Hand haben. Darauf wies Philipp Falk, Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung Dinkelsbühl (WBV), hin. Diese hatte Obmänner sowie Vorstände der Waldgenossenschaften zu einer Infoveranstaltung eingeladen.
Wie Falk in einer Pressemitteilung hervorhob, zeigte die Besucherresonanz, „wie wichtig das Thema Waldumbau in unserer Zeit ist“. Wie Martin Bauer, Obmann der Halsbacher Waldbauern, mitteilte, werden die dortigen Mitglieder in Veranstaltungen auf den neuesten Stand gebracht. Dazu werden Exkursionen sowie Motorsägen- und Seilwindenkurse angeboten. Der Vorstand der Waldgemeinschaft Fürnheim, Karl Reiss, berichtete über die Holzvermarktung, die über die WBV erfolgt. Es bleibe genügend Ertrag sowohl für den Waldumbau als auch für die Gemeinschaft übrig, so Reiss.
Otto Busch, ehemaliger Vorsitzender der Waldgenossenschaft Hellenbach, berichtete über das Gutachten zum Waldwert, dass von der WBV im Zug der Aufteilung des Genossenschaftswaldes erstellt wurde.
Damit die künftigen Generationen einen intakten Wald vor der Haustüre haben, müsse man schon heute daran arbeiten, war der Appell von Philipp Falk. „Der Wald braucht Hilfe.“ Die politische und finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Bayern sei ausreichend und nicht zu kritisieren. In letzter Konsequenz bekomme der Wald die nötige Hilfe, die er brauche, aber nur von den Beteiligten vor Ort. Eine Umfrage der WBV Dinkelsbühl ergab, dass über 80 Prozent der Befragten die Themen „Nachhaltigkeit, Waldschutz und Waldumbau“ als wichtig ansehen. Themen wie „Nutzholz“ oder „Erträge“ seien wesentlich weniger im Fokus, so Falk. Dennoch dürfe man diesen Punkt nicht außer Acht lassen, meinte Falk. Denn ureigene Aufgabe der WBV sei es, Holz aus den Privatwäldern bestmöglich zu vermarkten.
Die Folgekosten für den Waldumbau müssen mit dem Holzverkauf finanziert werden, so Falk. Die Fichten und Kiefern, die von den Großeltern in der Nachkriegszeit gepflanzt worden seien, seien nunmehr zur Ernte geeignet. „Wenn wir das bestmögliche finanzielle Resultat erzielen, bleibt genug für den Waldumbau und für die Waldbesitzer und -besitzerinnen übrig.“
Vorsitzender Heinrich Piott zeigte sich mit dem Verlauf der Versammlung zufrieden. In der kommenden Jahresversammlung der WBV am 28. März in Dürrwangen werde er nach 24 Jahren nicht mehr zu Wahl antreten und seinen Posten in jüngere Hände abgeben.
Das Geschäftsgebiet der Waldbauernvereinigung erstreckt sich auf den Altlandkreis Dinkelsbühl sowie das Gemeindegebiet Arberg. Für jede Ortschaft und jeden Ortsverbund gibt es einen Obmann. Holzlisten und Pflanzenbestellungen können abgewickelt und Informationsangebote genutzt werden.