Das Thema Kultur ist in Ansbach derzeit in aller Munde, es wird debattiert, gefragt und hinterfragt. Was kann die Kultur leisten, was muss sie leisten? Wer nutzt Kultur, wer gestaltet sie? Was darf sie kosten, was ist sie uns als Gesellschaft wert? Darüber soll bei einem offenen Gespräch Ansbacher Kulturschaffender diskutiert werden.
„Zwischen kulturellem Anspruch, gesellschaftlicher Verantwortung, individueller Freiheit und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen viele Themen im Raum. Grund genug, ins Gespräch zu kommen, direkt, offen und auf Augenhöhe”, heißt es in einer Pressemitteilung des Theater Ansbach. „Der Heimatverein Ansbach und das Theater Ansbach waren die letzten Monate in regem Austausch. Daraus entstand die Idee, sich mit interessierten Kulturschaffenden in einem offenen Treffen zu begegnen und auszutauschen.”
Das Treffen in lockerer Runde soll die Möglichkeit bieten, „miteinander ins Gespräch zu kommen über das, was bewegt, was verbindet und was vielleicht auch trennt”, so der Pressetext weiter. „Wie sehen die Interessen und Bedürfnisse der Kulturszene in Ansbach aus? Wo können Synergien entstehen, wo ist gemeinsame Gestaltung gefragt? Wo braucht es Zusammenarbeit und wo soll und muss künstlerische Individualität bewahrt bleiben?” Solche und weitere Fragen könnten gestellt werden. Das Motto dabei: „Miteinander reden, statt übereinander.“
Ansbachs Kulturlandschaft sei „vielfältig, engagiert und lebendig”, konstatieren die Initiatoren vom Theater Ansbach. „Sie lässt sich nicht allein durch politische Konzepte oder verwaltungstechnische Vorgaben formen. Kultur entsteht durch Menschen, durch Engagement, Austausch und die Freiheit, auch Neues zu wagen. Was möglich ist und was nicht, liegt letztlich im Ermessen der Kulturschaffenden selbst.”
Geplant ist das Treffen zum Gespräch am Mittwoch, 22. Oktober, um 19 Uhr in der Kneipe der Kammerspiele Ansbach. „Eingeladen sind alle, die sich in und für Ansbachs Kulturszene engagieren, unabhängig von Sparten, Institutionen oder Profession.”