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Veröffentlicht am 04.11.2023 16:00

Der Ansbacher Skatepark nimmt eine weitere Hürde

Der neue Skatepark für Ansbach hat die nächste Hürde genommen: Der Stadtrat hat jetzt Aufträge für den Bau der Anlage und des angeschlossenen Grillplatzes vergeben. Die Interessengemeinschaft (IG) Skatepark, die die Stadt bei dem Projekt unterstützt hat, zeigt sich erfreut über die Entscheidung – und gleichzeitig erleichtert.

Entstehen wird der neue Skatepark auf einer Fläche nordwestlich der Johann-Steingruber-Realschule. Die Anlage soll in Kompaktbauweise aus gegossenem Beton erstellt und mit verschiedenen Elementen ausgestattet sein, die sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Skater richten. So soll eine zeitgemäße und neue Heimat für Freunde von Skateboard, BMX- und Roller-Fahrer sowie Inlineskater entstehen. Der bisherige Standort am ehemaligen Messegelände hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich und galt sowieso eher als Provisorium.

Eine Investition für die Ansbacher Jugend

Die Aufträge für den Bau hat das Gremium in einer nichtöffentlichen Sitzung vergeben, wie aus einer Pressemitteilung der Offenen Linken Ansbach (OLA) hervorgeht. Da die Geheimhaltung aufgehoben wurde, konnte die Fraktion die Entscheidung jetzt öffentlich machen. „Wir freuen uns über diese Investition für die Ansbacher Jugend und für den Sport“, wird Stadtrat Boris-André Meyer zitiert.

Im Haushaltsentwurf sind laut den Angaben der OLA für den Bau des Skateparks und für einen benachbarten öffentlichen Grillplatz insgesamt 525.000 Euro veranschlagt. „Ansbach ist eine Sportstadt, die die Breite des Angebots gezielt fördern muss“, macht Meyer deutlich. „Sport ist nicht nur beste Gesundheitsförderung, sondern auch Gewaltprävention bei Jugendlichen.“

Zuschüsse und Mittel aus der Spielplatzablöse

Für den Bau des Skateparks kann die Stadt auf den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten von der Regierung von Mittelfranken zurückgreifen, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister mitteilt. Zudem werden Mittel aus den Spielplatzablösen eingesetzt. Ebenfalls geplant ist nach ihren Worten, dass die IG ein Sponsoring für flankierende Maßnahmen des Projektes organisiert. Das Ziel der Stadt ist es, das Projekt im Sommer 2024 abzuschließen, wie Anne Ziegler erklärt.

Dass die Aufträge jetzt vergeben wurden, sei sehr positiv, sagt IG-Vertreter Michael Greul. Er ist überzeugt, dass der neue Skatepark noch einmal „einen Boom“ auslösen und auch Jugendliche aus dem Landkreis anlocken wird. Die Anlage bietet „ein ganz neues Level an Möglichkeiten“.

Langes Verfahren vor dem Abschluss

Klappt die Realisierung bis Sommer 2024, ist laut Greul auch das lange Genehmigungsverfahren mit einigen Rückschlägen endlich beendet. Eine Idee zum Beispiel war, dass der neue Skatepark bereits im Jahr 2020 fertiggestellt sein sollte – damals war noch der Bürgerpark als Standort im Gespräch –, als die Sportart in Tokio seine olympische Premiere feierte. „Aber im Sommer 2024 sind ja wieder olympische Spiele.“

Greul ist nicht nur froh, dass der nächste Schritt gegangen wurde, sondern auch erleichtert. Man habe in den vergangenen Wochen und Monaten die Berichterstattung folgt und sei sich über die angespannte finanzielle Situation der Stadt bewusst gewesen. Bei den Skatern gab es die Befürchtung, dass sie auch auf der Streichliste von Kämmerer Christian Jakobs landen könnten.

Das Thema Sponsoring wird in der IG diskutiert, wie Greul berichtet. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine Art Gerätehäuschen mit Inventar, um die Anlage reinigen zu können.

Bislang haben die Skater in Ansbach am ehemaligen Messegelände ihre Heimat. Die Anlage ist aber schon lange nicht mehr zeitgemäß, ein Umzug wird seit mehreren Jahren gewünscht. Der Erfüllung dieses Wunsches ist man jetzt einen Schritt nähergekommen. (Archivbild: Jim Albright)
Bislang haben die Skater in Ansbach am ehemaligen Messegelände ihre Heimat. Die Anlage ist aber schon lange nicht mehr zeitgemäß, ein Umzug wird seit mehreren Jahren gewünscht. Der Erfüllung dieses Wunsches ist man jetzt einen Schritt nähergekommen. (Archivbild: Jim Albright)
Bislang haben die Skater in Ansbach am ehemaligen Messegelände ihre Heimat. Die Anlage ist aber schon lange nicht mehr zeitgemäß, ein Umzug wird seit mehreren Jahren gewünscht. Der Erfüllung dieses Wunsches ist man jetzt einen Schritt nähergekommen. (Archivbild: Jim Albright)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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