Die Städtepartnerschaft zwischen Uffenheim und Égletons besteht seit 25 Jahren. Im vergangenen Jahr wurde dies in Égletons mit einem Fest und der Erneuerung der Charta der Städtepartnerschaft gefeiert. Bürgermeister Charles Ferré und sein damaliger Uffenheimer Amtskollege Wolfgang Lampe unterzeichneten die Urkunden.
An Walpurgi gab es einen Festabend in der Stadthalle. Ferré und der neue Bürgermeister Thomas Schmitt unterzeichneten entsprechende Urkunden. Bereichert wurde der Festabend durch die Rokoko-Gruppe Ansbach, eine Country-Musik-Tanzgruppe aus Égletons und durch Schülerinnen und Schüler der Bomhardschule, die die Nationalhymnen sangen.
Die Vorsitzende des Komitees Égletons-Uffenheim, Helga Kerwagen, erinnerte an die Anfänge der Partnerschaft. 1999 habe sich eine kleine Gruppe von Bürgern und Bürgerinnen aus Égletons auf den Weg nach Mittelfranken gemacht, um eine Partnerstadt zu suchen. Am 29. April 2001 sei die Städtepartnerschaft mit Uffenheim begründet worden. „Was damals als Aufbruch begann, ist heute eine lebendige, gewachsene Freundschaft“, sagte Kerwagen. Die jüngsten Unterzeichnungen der Charta in Égletons und Uffenheim zeigten, dass die Partnerschaft immer wieder neu bekräftigt wird.
Kerwagen dankte den früheren Bürgermeistern Georg Schöck, Wolfgang Lampe und Bürgermeisterin Bernadette Bourzai sowie dem Ehrenvorsitzenden des Komitees Wolfram Aumüller und ihrer französischen Kollegin Elisabeth Soubranne für deren großes Engagement für die Partnerschaft. „Wir haben gemeinsam das Haus der Städtepartnerschaft erbaut – und in 25 Jahren mit Leben gefüllt“, betonte die Vorsitzende. Durch gegenseitige Besuche von Vereinen, Unternehmen und Feuerwehren habe man die Kultur, Wirtschaft und Lebensweise des anderen kennen und schätzen gelernt.
Überall, wo Türen offenstanden, seien Freundschaften entstanden. Kerwagen dankte dem Bezirk Mittelfranken und der Stadt für die verlässliche Unterstützung. Elisabeth Soubranne, die der Uffenheimer Verein zu seinem Ehrenmitglied ernannte, sprach von Jahren voller Beziehungen, Entdeckungen, Austausch und Freundschaften. Besonders freute sie sich, dass viele Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe aus eigenem Antrieb mitgekommen sind, um Uffenheim schon einmal für den nächsten Schüleraustausch kennenzulernen. Auch ein Erwachsener war dabei, der schon als Schüler in Uffenheim war.
Bürgermeister Charles Ferré bekräftigte die Verbundenheit und die Freundschaft zwischen den beiden Städten. Für die Zukunft müssten die Beziehungen weiter gepflegt werden. Als Gastgeschenk hatte er für die Stadt drei große Steinpilze aus Holz dabei, die für die Region bei Égletons stehen.
Thomas Schmitt sagte in seinem Grußwort, dass die Partnerschaften der Stadt nicht aus Dokumenten bestehen, sondern aus Begegnungen zwischen Menschen, aus Austausch und persönlichen Kontakten. Die gemeinsame Geschichte beider Länder sei nicht immer einfach gewesen, umso bedeutender sei es, dass heute eine echte Freundschaft entstanden sei. Diese Verbindung sei kein Pflichtprogramm, sondern „ein echter Schatz für unsere Stadt“, sagte Schmitt.
Eine Urkunde überreichte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster. Partnerschaftsarbeit sei Friedensarbeit, betonte er. Die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Gabi Schmidt, hob das Miteinander in der Partnerschaft hervor. Sie hatte für die Gründungsmitglieder Urkunden dabei. Anschließend wurden die Gründungsmitglieder geehrt.
Elfriede und Wolfram Aumüller, Irmgard und Wolfgang Barz, Wolf-Dieter Enser, Heinz Franke, Else und Ewald Geißendörfer, Susanne und Matthias Huprich, Jürgen Jüllich, Helga Kerwagen, Manfred Kuch, Ulli und Ralf Lischka, Lieselotte und Gerhard Lobig, Manfred Meister, Maria und Dieter Riedel, Sonja Ruppert, Gerda und Erhard Schmidt, Georg Schöck, Jürgen Seemann, Evelyn Streng, Ingrid Thorwart und Fridolin Wienand.