Mit dem Klima ändern sich auch die fränkischen Gärten. Beim Tag der offenen Gartentür können sich Gartenfreunde am Sonntag, 25. Juni, unter anderem darüber austauschen, wie man auf die zunehmende Trockenheit richtig reagiert.
Fast alle der teilnehmenden Gärten sind von 10 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Bei einem Pressetermin im Garten von Ekkehardt und Ilse Hofmann in Leutershausen wurde das diesjährige Programm im Landkreis Ansbach vorgestellt.
Die Hofmanns haben in der Rangaustraße 20 und 22 im Lauf der Jahre einen 3500 Quadratmeter großen Künstlergarten angelegt. Zu bestaunen gibt es dort neben Werken verschiedener Künstler auch einen Schwimmteich, viele Stauden und Gehölze, einen kleinen Nutzgarten und ein Atelier mit Gartenblick.
Ebenfalls in Leutershausen befindet sich der Garten von Gerhard und Helga Bauer, in dem Besucher ab 11 Uhr willkommen sind. Die Familie Bauer im Weißdornweg 41 hat einen zertifizierten Naturgarten mit Obst- und Gemüseanbau, Garten und Wohnhaus. Eine Besonderheit ist hier das weitgehend autarke Wasser- und Energiemanagement. Außerdem gibt es einen Outdoor-Sonnenkochofen.
Im Baumgartenweg 17 in Lehrberg öffnen Gudrun und Frieder Mack ihren 1200 Quadratmeter großen natürlichen Hanggarten mit altem Obstbaumbestand, Sommerblumen, Wildstauden und Rosen. Das Gemüse wird zum Teil in Badewannen-Hochbeeten angebaut.
Ein weiteres Garten-Glanzlicht ist der 12.000 Quadratmeter große Landschaftspark von Bernd Eichbauer in Brunn, einem Ortsteil von Ehingen. Eichbauer hat den Garten mit seinem 5000 Quadratmeter großen Seerosenteich mit alten originalen Jugendstilelementen und Formgehölzen ausgestattet, erläuterte Kreisfachberater Roger Rehn.
Der Tag der offenen Gartentür findet im Landkreis Ansbach seit 1999 statt, sagte Hans Rummel, Kreisvorsitzender des Verbands der Gartenbauvereine. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen ihre Gärten für Fremde öffnen. Der Tag der offenen Gartentür sei notwendiger denn je. Auch hier seien „Schotterwüsten“ in den Gärten zu sehen. Um sie zu verhindern, seien auch die Gemeinden mit ihrer Bauleitplanung gefragt. Die Fläche der Gärten entspreche der Fläche der Naturschutzgebiete in Deutschland, erklärte Rummel, was angesichts der aktuellen Klimadiskussion ein wichtiger Faktor sei.
Landrat Dr. Jürgen Ludwig dankte allen teilnehmenden Gartenbesitzern. Der Garten sei ein „Sehnsuchtsort für die Menschen“. Die Obst- und Gartenbauvereine hätten eine wichtige Beratungs- und Informationsaufgabe zu trockenresistenten Pflanzen. Nicht zuletzt bei der Landesgartenschau in Wassertrüdingen habe man gesehen, was die Vereine leisten.
Der Tag der offenen Gartentür mache unter anderem diese Leistungen sichtbar. „Gärtnern ist ein wunderbares Hobby für den Menschen“, meinte der Landrat.
Das Programm des Tags der offenen Gartentür ist abrufbar unter www.kv-gartenbauvereine-ansbach.de