Die Biene Maja hat ihren Lebensraum: Auf der Freilichtbühne am Wehrgang wird die Heldin des Kinderstücks der Sommerfestspiele zusammen mit ihren Freunden umgeben sein von bunten Blüten. Kürzlich stellten Theatermalerin Claudia Emrich-Engerer und Clemens Siebert, Werkstattleiter am Dinkelsbühler Landestheater, das fertige Bühnenbild vor.
Aufgemalt ist die Blumenwiese auf 2,5 Meter hohe und jeweils einen Meter breite Holzplatten, die bei den Aufführungen als Bühnenwände das Geschehen einrahmen. Dabei legte Emrich-Engerer Wert darauf, dass die Mädchen und Jungen bei ihrem Besuch des Kinderstücks zwischen abstrahierten Darstellungen auch Blumen entdecken, die es tatsächlich gibt und die für Insekten wichtig sind – auch wenn die Pflanzen der Kulisse freilich überdimensional groß ausfallen. So gibt es beispielsweise Disteln, Ringel- und Glockenblumen sowie Malven und Skabiosen. Der Hintergrund ist in einem hellen Blau gehalten, was die Blumenwiese luftig erscheinen lässt.
Gegenüber dem ersten Entwurf sei das fertige Ergebnis nun „deutlich naturalistischer“, berichtete Clemens Siebert zum Werdegang. Das Bühnenbild der Biene-Maja-Inszenierung gehört laut Siebert am Wehrgang zur Grundausstattung während der gesamten Freilichtsaison. An den Elementen, die ständig auf der Bühne bleiben, orientieren sich die Bühnenbilder der weiteren Stücke. Entsprechend seien die baulichen Anforderungen hoch, weil die Elemente dem Wetter ausgesetzt sind.
Das Blütenmeer auf den starren Bühnenwänden wird bei den Aufführungen des Kinderstückes durch bewegliche Elemente auf Rollen ergänzt: durch Blumen, die während der Vorstellung umhergeschoben werden können. Dazu gibt es noch ein Sitzelement mit Schaumstoff, einen Bienenstock, ein Hornissengefängnis und ein Trampolin, auf dem der Grashüpfer seine Sprünge machen kann.
Dieser heißt im Übrigen in der Inszenierung nicht wie in der Fernsehserie Flip, sondern Gregor. Denn die Rechte am Namen „Flip“ lägen bei der Serie aus den 1970er Jahren, wie Dramaturg Felix J. Mohr erläuterte. In Dinkelsbühl inszeniert Regisseur Jürg Schlachter indes das Theaterstück von Jan Bodinus, das sich am Kinderbuch von Waldemar Bonsels orientiere. In diesem habe es die Heuschrecke noch nicht gegeben, genauso wenig Majas Weggefährten Willi. Auf beide Figuren wollte man aber nicht verzichten. Willi heißt in der Bearbeitung von Jan Bodinus Hubsi.
An der Produktion sind laut Mohr fünf Darstellerinnen und Darsteller beteiligt, die – außer Maja – in verschiedene Rollen schlüpfen. Die Kostüme für das Stück hat Elvira Freind entworfen; die Hauptrolle spielt Maike Frank.
Premiere ist am Samstag, 11. Mai, um 15 Uhr. Maja und Hubsi machen sich dann auf, gemeinsam das „Gelee-Royale“, das von den Hornissen gestohlen wurde, wieder zurückzuholen. Dabei müssen die beiden einige Abenteuer bestehen. Karten für die Aufführungen gibt es telefonisch unter der Nummer 09851/58252727 oder im Internet unter www.landestheater-dinkelsbuehl.de.