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Veröffentlicht am 06.03.2026 17:57

Theater Ansbach: Genossenschaft hält am Ensemble fest

Wird es mittelfristig in Ansbach ein Ensembletheater geben? Die Diskussion ist wieder aufgeflammt, nachdem Robert Arnold, der Leiter der Schauspielsparte, seine Bedenken gegenüber der FLZ formuliert hat. Der Vorstand der Theater-Genossenschaft blickt aber zuversichtlich in die Zukunft.

Die Theatergenossenschaft bedauert, dass Robert Arnold ebenso wie Sabine Effmert und Nicole Schneider das Haus verlässt und nach Wolfsburg wechselt, wo Axel Krauße Intendant ist und ein eigenes Ensemble etablieren will. Mit Krauße verbindet die drei eine lange künstlerische Freundschaft. Beim Aufbau eines neuen Ensembles sei es im Kulturbetrieb nicht unüblich, mit vertrauten Künstlerinnen und Künstlern zu arbeiten, so die Genossenschaft in einer Pressemitteilung.

Neuer Schauspielleiter soll bald vorgestellt werden

Guter Dinge ist der Vorstand, dass die Leitung der Schauspielsparte bald besetzt werden kann. Beim Auswahlverfahren seinerzeit waren am Ende zwei Kandidaten in der engeren Wahl. Die Entscheidung fiel für Arnold. Sein damaliger Mitbewerber, so die Pressemitteilung, „wurde nun erneut angesprochen”. Er will die Stelle übernehmen. In Kürze möchte die Genossenschaft ihn vorstellen.

In der Pressemittelung weist der Vorstand darauf hin, dass während der Sanierung des Theatergebäudes der Spielbetrieb fortgeführt wird. Der Mietvertrag für die Interimsspielstätte in der Eyberstraße ab dem 1. September ist abgeschlossen und ist mit der Stadt Ansbach abgestimmt worden. Allein die Einrichtung einer solchen Interimsspielstätte zeige, dass der Ensemblebetrieb weitergeführt werde – für einen reinen Gastspielbetrieb wäre eine solche Lösung nicht erforderlich. Das Theater wird dort weiterhin mit seinem festen Ensemble arbeiten und eigene Produktionen zeigen.” Ziel der Genossenschaft bleibe es, das Drei-Sparten-Haus mit Angeboten für ein breites Publikum fortzuführen und das Ensemble zu erhalten.

„Kunst darf sich nicht zurückziehen, wenn es schwierig oder unbequem wird“, so derVorstand. „Gerade dann ist sie gefragt, Menschen anzusprechen, Brücken zu bauen und eine Stadtgesellschaft immer wieder neu zu inspirieren.

Die Genossenschaft „Theater Ansbach – Kultur am Schloss” will auch nach der Sanierung des Hauses mit einem festen Ensemble arbeiten. (Foto: Jim Albright)
Die Genossenschaft „Theater Ansbach – Kultur am Schloss” will auch nach der Sanierung des Hauses mit einem festen Ensemble arbeiten. (Foto: Jim Albright)
Die Genossenschaft „Theater Ansbach – Kultur am Schloss” will auch nach der Sanierung des Hauses mit einem festen Ensemble arbeiten. (Foto: Jim Albright)

Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
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