Keine leichte Entscheidung für Dinkelsbühls Literatur-Jury | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 28.12.2024 09:00

Keine leichte Entscheidung für Dinkelsbühls Literatur-Jury

Roland Stumpf (Zweiter von rechts) belegte beim Kurzgeschichtenwettbewerb des Landestheaters Dinkelsbühl und des Cafés am Münster den dritten Platz. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Jurymitglied Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und (rechts) Café-Besitzerin Elke Held. (Foto: Uwe Hahn)
Roland Stumpf (Zweiter von rechts) belegte beim Kurzgeschichtenwettbewerb des Landestheaters Dinkelsbühl und des Cafés am Münster den dritten Platz. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Jurymitglied Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und (rechts) Café-Besitzerin Elke Held. (Foto: Uwe Hahn)
Roland Stumpf (Zweiter von rechts) belegte beim Kurzgeschichtenwettbewerb des Landestheaters Dinkelsbühl und des Cafés am Münster den dritten Platz. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Jurymitglied Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und (rechts) Café-Besitzerin Elke Held. (Foto: Uwe Hahn)

78 Kurzgeschichten sind beim Landestheater Dinkelsbühl eingereicht worden, das zusammen mit dem Café am Münster zu einem literarischen Wettbewerb aufgerufen hatte. Die fünf schönsten hat Intendant Peter Cahn nun öffentlich vorgetragen. Dazu kamen etwa 70 Zuhörerinnen und Zuhörer in das Café am Münster.

Eigentlich hätte man gerne alle Geschichten zum Motto „Eine schöne Bescherung“ vorgelesen, aber dann hätte Weihnachten verschoben werden müssen, meinte Peter Cahn mit einem Augenzwinkern. Die Jury – bestehend aus Juliane Abt, Knut-Alexander Höhn sowie Felix J. Mohr vom Team des Landestheaters – habe drei bis vier Tagen gebraucht, um alle Beiträge zu lesen. Alle seien toll gewesen, aber man habe sich entscheiden müssen, was wahrlich nicht leicht gewesen sei.

Das Siegerduo lebt in Norddeutschland

Den ersten Platz belegten Jana Schröder und Anja Krämer mit „Der Dicktator – Highway to Helga“, einer „schwarzhumorigen Story“. Die beiden Siegerinnen kommen aus Norddeutschland und wollen Dinkelsbühl im kommenden Jahr besuchen, hieß es.

Mit der zunächst nachdenklich stimmenden Geschichte „Wer weiß wie lange noch?“, die letztendlich zum Schmunzeln anregte, belegte Carolin M. Hafen den zweiten Platz. Dritter wurde Roland Stumpf mit „Weihnachtsstress im Himmel“, die der Intendant herrlich witzig und beschwingt zum Besten gab.

Emotional sehr berührend war der Beitrag „Tauben“ von Myriam Kammerlander, die damit den vierten Platz belegte. Fünfte wurde Inka Müller mit dem sehr witzigen „Ein beschütztes Weihnachtsfest“.

Auch Beiträge aus Österreich

Da die Beiträge aus ganz Deutschland und auch aus Österreich stammten, konnten die meisten der Gewinnerinnen und Gewinner nicht persönlich anwesend sein. Die jeweiligen Preise werden ihnen zugeschickt. Die zehn besten Kurzgeschichten werden in einem kleinen Heft publiziert, das an die Autorinnen und Autoren verschenkt wird und zudem käuflich erworben werden kann.

Als Zugabe las Peter Cahn noch ein Gedicht von Manfred Hausmann: „Weg in die Dämmerung“.

Die Besitzerin des Cafés am Münster, Elke Held, lobte den Mut der Autorinnen und Autoren, sich hinzusetzen und die Gedanken zu Papier zu bringen. Es habe sich gelohnt. Elke Held hatte die Idee, den Kurzgeschichtenwettbewerb im kommenden Jahr zu wiederholen. „Vielleicht beginnt damit ja eine schöne Tradition in unserer Stadt“, meinte sie. Die Anwesenden stimmten nickend und applaudierend zu.


Von Uwe Hahn
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