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Veröffentlicht am 14.07.2025 14:57

Prozess gegen Teenager in Ansbach: Polizei verhindert Angriff auf Staatsanwältin

Ein Angeklagter hat im Gerichtssaal versucht, eine Staatsanwältin zu attackieren. Polizisten rangen ihn zu Boden. Der Jugendliche muss nun zurück in die Untersuchungshaft.

Sieben Jugendliche stehen vor dem Ansbacher Amtsgericht wegen Einbrüchen und Raubüberfällen, unter anderem auf eine dm-Filiale und eine H&M-Niederlassung. Der Prozess begann am Dienstag, 8. Juli, mit weitgehenden Geständnissen. Am Freitag wurde er fortgesetzt.

Die Angeklagten waren bei den Taten zwischen 14 und 17 Jahre alt. Deshalb ist die Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht nicht öffentlich. Armin Abendschein, der Pressesprecher des Amtsgerichts, fasste auf FLZ-Anfrage den zweiten Verhandlungstag zusammen. Dabei habe einer der Angeklagten versucht, eine Staatsanwältin anzugreifen, so Abendschein. „Er wurde von mehreren Polizisten zu Boden gerungen.”

Erster Tumult schon zu Prozessbeginn

Der Jugendliche war auf freiem Fuß, weil der Haftbefehl gegen ihn außer Vollzug gesetzt worden war. Nach dem versuchten Angriff musste er in die U-Haft zurückkehren. Vier Angeklagte waren zu Prozessbeginn aus der Untersuchungshaft gebracht worden. Dort sitzen sie seit ihrer Festnahme Anfang des Jahres.

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Jeder dieser Angeklagten wird von zwei Polizeibeamten begleitet. Das Jugendschöffengericht unter dem Vorsitz von Claudia Hofmann hatte bereits am ersten Verhandlungstag die Sicherheit erhöht und weitere Polizisten angefordert. Nach einem Tumult wegen eines Gesprächs mit seinem Vater hatte bereits einer der Angeklagten zu Boden gerungen werden müssen. Danach hatte sich die Atmosphäre im Saal beruhigt.

Im Herzen der Ansbacher Innenstadt liegt diese überfallene Niederlassung der Bekleidungskette H&M.  (Foto: Andrea Walke)
Im Herzen der Ansbacher Innenstadt liegt diese überfallene Niederlassung der Bekleidungskette H&M.  (Foto: Andrea Walke)

Prozess gegen sieben Jugendliche: Späte Geständnisse nach monatelanger U-Haft

Über Monate hatten sie ihre Taten abgestritten. Doch als ihr Prozess wegen Raubüberfällen und Einbrüchen begann, war es mit dem Leugnen vorbei.

Schwere psychische Schäden der Überfall-Opfer

Das Gericht hörte am Freitag die Opfer der zwei Raubüberfälle. Dabei hätten sich teilweise massive Folgen gezeigt, so Pressesprecher Armin Abendschein. „Die Opfer haben immer noch mit schweren psychischen Schäden zu kämpfen.” Die Verhandlung wurde am Montag fortgesetzt.

Nach den umfassenden Geständnissen zu Prozessbeginn könnte der Prozess, bei dem zunächst rund 70 Zeugen gehört werden sollten, schneller zu Ende gehen. Eventuell könnten bereits am Dienstag die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und den sieben Verteidigern folgen.

Nach Zwischenfällen mit Angeklagten hat das Jugendschöffengericht zusätzliche Polizisten in den Saal beordert.  (Symbolbild: Jens Büttner/zb/dpa)
Nach Zwischenfällen mit Angeklagten hat das Jugendschöffengericht zusätzliche Polizisten in den Saal beordert. (Symbolbild: Jens Büttner/zb/dpa)
Nach Zwischenfällen mit Angeklagten hat das Jugendschöffengericht zusätzliche Polizisten in den Saal beordert. (Symbolbild: Jens Büttner/zb/dpa)
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