Jobbörse in Neustadt: Eine Gelegenheit für berufliche Orientierung | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.05.2025 11:09

Jobbörse in Neustadt: Eine Gelegenheit für berufliche Orientierung

Viele nutzten die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Diese gaben gerne Auskunft. (Foto: Ute Niephaus)
Viele nutzten die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Diese gaben gerne Auskunft. (Foto: Ute Niephaus)
Viele nutzten die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Diese gaben gerne Auskunft. (Foto: Ute Niephaus)

Besucherandrang herrschte gestern bei der Jobbörse in der NeuStadtHalle. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich nach einer neuen Arbeitsstelle umzuschauen. Aussteller nahmen die Veranstaltung wiederum als Plattform, um erste Kontakte mit Interessierten zu knüpfen, um dringend notwendige neue Mitarbeitende zu gewinnen.

Die Veranstaltung wurde von der Wirtschaftsförderung des Landkreises gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Kolping-Bildungszentrum ins Leben gerufen, betonte stellvertretender Landrat Hans Herold in seiner Ansprache. Damit einher gehe das Ziel, Arbeitssuchende, Berufseinsteiger sowie Pendelnde direkt und unkompliziert mit Arbeitgebern aus der Region in Kontakt zu bringen.

Die mehr als 30 Unternehmen und Institutionen vor Ort hatten zirka 95 offene Stellen im Gepäck und zwar in ganz verschiedenen Branchen. Gesucht werden Mitarbeitende im Handwerk, im sozialen Bereich, in der Pflege, in der Industrie-Logistik oder auch im Dienstleistungssektor.

Fachkräftemangel auch in Westmittelfranken

Sie alle suchen dringend neues Personal, können offene Stellen nur schwer oder gar nicht mehr besetzen. „Der Fachkräftemangel ist längst kein abstraktes Zukunftsszenario mehr – er ist Realität“, so Herold. Die demografische Entwicklung, der Strukturwandel und der technische Fortschritt führten dazu, dass wir neue Wege gehen müssen – in der Ausbildung, der Qualifikation, aber auch in der gezielten Zuwanderung von Fachkräften“, so der stellvertretende Landrat weiter.

Die Jobbörse sei wichtig. Junge Leute, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind, konnten sich orientieren. Andere schauten sich um und machten sich schlau, wo für sie eventuell als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger beruflich ganz neue Wege zu beschreiten sein könnten.

Seitens des Landkreises setze man alles daran, um ein Umfeld zu schaffen, das nicht nur Fachkräfte anzieht, sondern auch eines, das diese langfristig bindet. Als dafür wichtige Komponenten nannte Herold eine moderne Bildungsinfrastruktur, gute Verkehrsanbindungen, eine hohe Lebensqualität und nicht zuletzt einen engen Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Kostenloses Foto für die Bewerbung

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher konnten nicht nur von Stand zu Stand schlendern und sich mit den Vertreterinnen und Vertreter der Firmen und Institutionen kurz austauschen, es gab auch die Gelegenheit für längere Gespräche. Viele nutzen zudem die Chance, ein kostenloses Bewerbungsfoto machen zu lassen. So hatte man bereits einen wichtigen Baustein für seine Bewerbungslagen – und das noch zum Nulltarif.

Herold wünschte allen Anwesenden anregende Gespräche, inspirierende Begegnungen und erfolgreiche Kontakte. Wie zu hören war, lief es auf Seiten der potenziellen Arbeitgeber tatsächlich gut. Es wurden oftmals weitere Gespräche oder sogar Praktika ausgemacht. Etlichen Besuchern habe man neue Ideen vermitteln können, um eventuell in der Pflege oder im Dienstleistungssektor neu durchzustarten.

Auch Neustadts Bürgermeister Klaus Meier hofft, dass möglichst viele eine Perspektive für sich finden und Arbeitgeber neue Mitarbeitende gewinnen. Anders als vor vielen Jahren, als die Babyboomer eine Ausbildungsstelle oder einen Beruf suchten und Probleme hatten, überhaupt etwas zu finden, könne man heute oft aus einer Fülle auswählen, Für zahlreiche Betriebe werde die Situation dramatisch, da sie keine Mitarbeitenden mehr finden.

Meier würde es zudem begrüßen, wenn es gelänge, ein paar Auspendler zurückzugewinnen. Anders als in Neustadt, wo rund 1800 Leute mehr ein- als auspendeln, sind – bezogen auf den Landkreis – zirka 12.000 Menschen außerhalb von diesem berufstätig. „Es wäre schön, wenn auch sie hier bei uns ihren Traumjob finden würden.“

north